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Videoabend mit Ghazel

16.01.2013
Uhrzeit: 18:30

 

Videoabend präsentiert von Ghazel

Im Rahmen ihrer Ausstellung «Geopolitik der Wurzeln – No Man’s Land, Teil 2» (bis 8. Februar 2013) hat Ghazel einige Videos von anderen KünstlerInnen ausgewählt, die – wie ihre eigenen Arbeiten auch – von Grenzen und Zwischenräumen handeln und eine Art «no man’s land» erkennen lassen.


Adrian Paci
«Centro di Permanenza Temporanea»
5 min. 30 sec., 2007

Der Titel der Arbeit verweist auf Lager in Italien, die «illegale» MigrantInnen anhalten. Pacis Video enthüllt die Misere derjenigen, die durch Krieg, Armut oder Ungleichheit vertrieben sind, ihre vergeblichen Versuche, an eine Destination ihres Wunsches zu gelangen und schließlich die Verstrickungen einer Realität des Lebens gefangen zwischen Deportation und Konflikt. Der Schauplatz des Videos ist die Landebahn eines Flugplatzes, wo eine größere Menschengruppe sich einer fahrbaren Treppe nähert, die scheinbar an ein Flugzeug angebracht ist.
Adrian Paci, geboren 1969 in Shkoder, Albanien. Lebt und arbeitet in Mailand.


Mona Hatoum
«Measures of Distance»
15 min., 1988

In dieser Arbeit erforscht die palästinensische Künstlerin die Erneuerung der Freundschaft zwischen Mutter und Tochter während einer kurzen Wiedervereinigung der Familie im vom Krieg zerrütteten Libanon im Jahre 1981. Durch Briefe, im Off-Ton gelesen und in arabischer Schrift über die Bilder geblendet, erfährt der/die ZuschauerIn die durch den Krieg aufgedrängte Stille und Isolation. Die Geschichte der Familie und das Exil des palästinensischen Volkes sind in diesem kraftvollen und bewegenden Film nicht voneinander zu trennen.
Mona Hatoum wurde 1952 in Beirut als Kind palästinensischer Eltern, die das Land aufgrund der israelischen Politik verlassen hatten, geboren. Sie hat an verschiedenen Schulen unterrichtet, u.a. an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris und am Chelsea College of Art and Design in London. Die Arbeiten der seit 1975 in London lebenden Künstlerin wurden in zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.


Mohamed Bourouissa
«Temps mort»
18 min., 2009

Als Ergebnis einer einjährigen Zusammenarbeit mit «JC», der in einem französischen Gefängnis interniert war, repräsentiert «Temps mort» einen sehr speziellen Zugang. Bourouissa tauschte mit dem Gefangenen eine lange Serie von Nachrichten (sms) und Multimedia-Nachrichten (mms) sowie mit einem Mobiltelefon gefilmte Videos aus. «Temps mort» ist der Bericht von diesem Austausch. Der Künstler bat den Gefangenen, im Tausch gegen das Wiederaufladen des Telefons (und Bilder von draußen) einige konkrete Szenen seines Alltags zu filmen. Das Video, das aus dieser ungewöhnlichen Kommunikationsform entstand, legt – ganz ohne Pathos – die Gewalt der Umgebung der Bestraften offen.
Geboren 1978 in Algerien lebt Mohammed Bourouissa heute in Paris. Ausgebildet als Fotograf interessiert sich der Künstler für den Raum der Vorstädte, befragt Stereotype und prangert die Beziehung zwischen Herrschenden und Unterworfenen an.


Nitin Shroff
«No UK»
50 sec., 2006
«River of Blood»
1 min. 17 sec., 2006

Zwei sehr kurze Videos auf der Grundlage von Performances.
Nitin Shroff lebt in Saint Chinian, Frankreich. Einzelausstellung: Traversee, Lieu D'Art Contemporian, (L.A.C.), France (2012). Gruppenausstellungen (Auswahl): Nitin Shroff und Erwan Bellan, Galerie AL/MA, Montpellier, Frankreich (2011); Besides Paris, kuratiert von Shaheen Merali, Birla Academy, Kolkata, Indien (2010). Kuratierte Projekte: Indian Gaze (kuratiert mit David Schishka Thomas), The New Art Exchange, Nottingham, L.A.C., Frankreich (2012).
www.nitinshroff.com

 

Veranstaltungsort:
Kunstraum Lakeside
Lakeside B02
9020 Klagenfurt

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