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DER PREIS DES GELDES.

19.11.2013
Uhrzeit: 19:00

 

Die 26. Vorlesung von WISSEN SCHAFFT KULTUR von und mit Christina von Braun, Professorin für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin.

Christina von Braun

DER PREIS DES GELDES.
Kulturhistorische und psychologische Perspektiven auf die moderne Finanzwirtschaft

Es gibt unter Ökonomen einen breiten Konsens darüber, dass das Geld keiner Deckung bedarf. Christina von Braun vertritt die Gegenthese: Das moderne Geld, das keinen materiellen Gegenwert hat, wird durch den menschlichen Körper ‚gedeckt’. Das erklärt die extrem unterschiedlichen Entwicklungen der Einkommen im Finanzkapitalismus wie auch die Monetarisierung des menschlichen Körpers: im Söldnertum, der Prostitution, dem Organhandel, dem Sport, dem Versicherungswesen oder der Reproduktionsmedizin. Diese moderne Beglaubigung des Geldes ist schon im sakralen Ursprung des Geldes angelegt, das nach einem Opfer verlangt, um ‚fruchtbar‘ zu werden und sich vermehren zu können. Weil beides, sowohl die Opfer- als auch die Inkarnationslogik des Geldes, in den christlichen Heilslehren – mit Kreuzigung und ‚Fleischwerdung des Wortes’ – eine Entsprechung fand, wurden der christliche Kulturraum zum idealen kulturellen Nährboden für die Entwicklung der Geldwirtschaft und die Entstehung des Kapitalismus.

Christina von Braun
Geboren in Rom. Studium in den USA und in Deutschland. Von l969 bis l98l in Paris, dann in Bonn tätig als freischaffende Autorin und Filmemacherin. Seit 1994 Professorin für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1996-2003 Gründerin und Leiterin des Studiengangs Gender Studies an der HUB. Vizepräsidentin des Goethe-Instituts. Seit 2012 Sprecherin des ‚Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg‘. Filmemacherin.

PUBLIKATIONEN
2012: Der Preis des Geldes. Eine Kulturgeschichte. Aufbau
1985-2009: Nicht ich. Logik Lüge Libido Berlin. Aufbau
2009: Das Unbewusste: Krisis und Kapital der Wissenschaft (Hg. zus. m. D. Dornhof, E. Johach). transcript
2009: Glauben, Wissen und Geschlecht in den drei Religionen des Buches. Picus
2007: Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen (zus. m. B. Mathes). Aufbau
2007: Stille Post. Eine andere Familiengeschichte. Propyläen
2007: Mythen des Blutes (Hg. zus. m. Ch. Wulf). Campus

 

Veranstaltungsort:
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Stiftungssaal
Universitätsstraße 65
9020 Klagenfurt

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