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Peter Krawagna

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Peter Krawagna

geschrieben am 28.03.2018 13:27

Malerei, ebenso wie Musik, braucht keine Literatur.


Sie kann aber, steht man mit offenem Auge und bereitem Hirn vor einem Bild, nicht verhindern, dass man in des Menschen häufigstes Gespräch fällt: ins Selbstgespräch. Man beginnt eine Zwiesprache mit dem vermeintlich stummen Bild, und siehe, es spricht, das Selbstgespräch wird zum Dialog. Peter Krawagnas Bilder fordern den Dialog heraus, erzwingen ihn geradezu. Wodurch, ja, wodurch eigentlich. Die außergewöhnliche Empfindsamkeit von Krawagnas Netzhaut, seine Transformation von Licht und Land, oder vielmehr von Wasser und Land in Licht und Farbe, sein Sehen vom Punkt aus ins Unendliche, sein Zerlegen, bis die Urform, quasi das Skelett der Dinge sichtbar wird, das Gebieten über ein Spektrum, das leuchtet oder sich zurücknimmt, dorthin, wo die Fantasie das Bild weiterspinnen, spinnen in des Wortes zweifacher Bedeutung, kann. Das gelingt nur bei Bildern, die aus der Strenge des Verstandes, gestützt auf wache Sensorien und ein Temperament, kommen, die Fantasie in Form bannen. Und doch belässt Krawagna in klarer Konsequenz seiner Arbeitsweise den Dingen ihr Wertvollstes: das Geheimnis. Mit ihm, dem Geheimnis, lässt sich wunderbar reden bis ans Ende der Tage.

Alexander Widner

*1940 | verschiedene Orte in Österreich
und anderswo | mannigfaltige Berufe, Ansichten,
Vorstellungen, Obsessionen, Vermutungen, Behauptungen,
Irrtümer, Narreteien | lebt jetzt und voraussichtlich
für den Rest seiner Tage in Klagenfurt | etliche
Veröffentlichungen, zuletzt: Ashburns Knöpfe, Stark wie
ein Nagel, Postscriptum oder Der exquisite Kadave

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