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Bauwerke erforschen

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Bauwerke erforschen

geschrieben am 11.06.2013 15:35

Das Bundesdenkmalamt (BDA) rief gemeinsam mit dem Land Kärnten und dem Landesarchiv eine Befunderhebung der Klosterruine Arnoldstein mit anschließender Publikation aus. Von Entstehungen bis zu Erkundungen fordert der erste Band der Reihe „Denkmalforschung in Kärnten“, zum Nachdenken über Bauphasen auf.

Arnoldstein, Klosterruine

Alle Denkmale legen Zeugnis ab von ihrer baulichen Entstehung und Entwicklung. Um ihre „Biographie“ zu verstehen, bedarf es der historischen Bauforschung. Die Zusammenarbeit verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen, wie der Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie, Architektur, Mineralogie und Dendrochronologie (Jahresringanalyse bei verbautem Holz), ermöglicht es, Bauwerke räumlich und zeitlich zu analysieren und in einem historischen Kontext zu verorten. Dieses Wissen um die Bau-, Besitzer-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte ist gerade für die denkmalpflegerische Praxis unerlässlich. Bevor Entscheidungen über die Denkmalverträglichkeit von Baumaßnahmen getroffen werden, gibt das Bundesdenkmalamt (BDA) daher Bauforschungsprojekte in Auftrag.

Zur Klosterruine in Arnoldstein hat der Bauforscher Ronald Woldron im Auftrag des Landeskonservatorats für Kärnten (BDA) eine bauanalytische Befunderhebung geleistet. Um die Ergebnisse dieses Projektes einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, wurde nun vom Land Kärnten (Abt. 6, UA Kunst und Kultur) in Kooperation mit dem BDA eine neue Publikationsreihe ins Leben gerufen. Als Partner für diesen und weitere Bände, die folgen sollen, konnte der stellvertretende Direktor des Kärntner Landesarchivs und Experte für Kärntner Kunst und Landesgeschichte, Wilhelm Deuer, gewonnen werden, der zu Arnoldstein bereits 2006 in Auswertung sämtlicher damals verfügbarer schriftlicher und bildlicher Quellen einen (mittlerweile vergriffenen) Klosterführer publizierte.

Der vorliegende erste Band der neuen Reihe „Denkmalforschung in Kärnten“, Herausgegeben von Landesarchiv und Land (Abt. 6, UA Kunst und Kultur) beinhaltet neben Informationen zur Entstehung, Entwicklung und Revitalisierung des Klosters auch Vorschläge für punktuell ausgewiesene vertiefende Erkundungen. Die beigefügten Baualterpläne und Detailfotos mit farblicher Akzentuierung der unterschiedlichen Bauphasen sollten dazu anregen, historische Bauten nicht nur atmosphärisch auf sich wirken zu lassen, sondern unter fachlicher Anleitung selbstständig zu „lesen“.

Geraldine Klever
(Bundesdenkmalamt – Landeskonservatorat für Kärnten)


Tipp:
Die Publikation „Denkmalforschung in Kärnten, Band 1/ Die Klosterruine in Arnoldstein“ von Dr. Wilhelm Deuer und MMag. Ronald Woldron (Hgg. Kärntner Landesarchiv u. Amt d. Ktn. Landesregierung, Abt. 6, UA Kunst und Kultur, mit Unterstützung des Bundesdenkmalamtes – Landeskonservatorat für Kärnten) wurde am 14. Juni 2013 im Rahmen eines kleinen Festaktes auf der Klosterruine präsentiert. Die Broschüre kann im Kärntner Landesarchiv, im Buchhandel und beim Verein zur Revitalisierung der Klosterruine Arnoldstein zum Preis von 10 Euro erworben werden.

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