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Bewegt/end durchs Land

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Bewegt/end durchs Land

geschrieben am 26.02.2010 13:41

Himmel doch, welch schöner Land. Oliver Welter, Mastermind der Kulltband „Naked Lunch“ muss sich entscheiden, welche Richtung er von zu Hause aus einschlägt. Sein Bandkollege Herwig Zamernik (S. 27) macht derweilen einen Abstecher zur neuen Theater Halle 11 am Messegelände.

Als Wunder (griech. thauma) gilt umgangssprachlich ein Ereignis, dessen zustandekommen man sich nicht erklären kann, so dass es Verwunderung und Erstaunen auslöst. Es bezeichnet demnach allgemein etwas Erstaunliches und Außergewöhnliches (griech. thaumasion). Und genau dafür wird in den folgenden Monaten „Das Wunder von Klagenfurt“ (Die Winter- Bruecke nr. 103) sorgen.

Im März wird mit der Uraufführung von Diffusgänger ein Stück des Literaten, Musikers, Liedertexters, Grafikers, Prosaisten und Dramatikers Georg Timber- Trattnig gezeigt, dessen Todestag sich am 25. Jänner zum zehnten Mal jährte. Ein apokalyptisch-dramatisches Vermächtnis, ein apokalyptisch-visionäres Testament, das er seiner Heimat mit all seinem sanften Zorn gegen den Leib geschrieben hat, wie es auf der Homepage des klagenfurter ensembles beschrieben wird. Der ehemalige Bassist der Rockband Naked Lunch hatte in der Theaterszene mit Stücken wie „Kap der guten Hoffnung“ (UA: 1997, ke- Theater, Regie: Eva Brenner) und „Der Schwebebalken des Nebelschneiders“ (UA: 1998, Theater im Landhauskeller, Regie: Bernhard Semmelrock) auf sich aufmerksam gemacht. Seine experimentelle, tabulose, exzessive und gleichzeitig zärtliche Wortgewalt war Mittelpunkt von über zwanzig Theatertexten, etlichen Drehbüchern und Erfolgsmusicals. 1999 erhielt der Autor den Förderungspreis des Landes Kärnten für Literatur. Für Bühne und Regie der Diffusgänger wird Gerhard Fresacher verantwortlich sein. Außergewöhnliches darf man von den talentierten Jungkünstlern David Hofer und David Maier erwarten, die für Film und Grafik sorgen. Und Erstaunliches wird man hören können. Gemeinsam mit Oliver Welter wird Trattnigs Sohn Moritz Rauter für die Musik verantwortlich sein. Acid-hängengebliebener Kärnten-Core (nicht Chor), so in etwa wird es klingen, beschreibt der 19-jährige, in Wien lebende Musiker, der unlängst sein erstes Album veröffentlicht hat. (Noch) ohne Plattenvertrag und per Handzu- Hand-Vertrieb. Old Dad ist ein Soloprojekt, dessen Songs akustisch und im Alleingang entstanden sind. Songs und diverse Song- und Soundfragmente entwickeln sich seit 2007. Die Texte entstehen aus Frust, Liebe, Freude oder während dem Mitspazieren bei einem Trauermarsch…

Einen Protestmarsch der anderen Art begleitet die aktuelle Fuzman-Single (ein z wurde zorro-like gestrichen) Haltet Abstand und diese werden wir am 20. März in der Theaterhalle 11 bei der tBA Birthday Bash-Party, die in Wien, Innsbruck und wunderbarerweise auch in Klagenfurt stattfindet, live erleben dürfen. Bei TBA handelt es sich übrigens um ein Popkultur-Magazin zu Musik, Film, Games und Literatur, das seinen vierten Geburtstag feiert und hinter Fuzman verbirgt sich ja bekanntlich kein Geringerer als Naked Lunch-Drittel Herwig Zamernik.

Auf der Bühne wird man übrigens auch die luxemburgische Rockband Eternal tango sehen und vor allem hören können. 2004 veröffentlichten sie ihre erste CD, die eine Zusammenarbeit mit der Band Spyglass war und von der deutschen Musikzeitschrift Visions zur (Demo-)CD des Monats gewählt wurde. Mit Tango haben diese Jungs allerdings wenig zu tun, jedenfalls nicht musikalisch. Melodic Hardcore, Emo Core, was auch immer, wie auch immer. Sie sind laut, gut und eine dieser Bands, die sich frei nach dem Motto do it yourself dank unermüdlichen Tourens ziemlich rasant vom Geheimtipp zum etablierten Act entwickelt haben. Im Dezember 2007 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum First Round at the Sissi Cafè über das Plattenlabel Al Piper Music. Im Februar 2010 erschien ihr neues Album Welcome to the golden city, das man demnächst live in Klagenfurt betanzen kann.

Dass die TBA-Geburtstags-Feier auf Theaterbühnen stattfindet ist eine schöne Geste. Denn: „Kunst ist gleich Spaß. Der einzige Spaß den wir haben“ schrieb Georg Timber-Trattnig in seinem Todesjahr 2000 in der Kulturzeitschrift unter kult.brille.
MaScha

www.myspace.com/olddadsdeath
www.fuzzman.fm (noch mit doppel-Z)
www.myspace.com/eternaltangoband
www.eternaltango.net/
www.klagenfurterensemble.at

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