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Brücke zu Europa

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Brücke zu Europa

geschrieben am 03.11.2009 11:33

Die neue Brücke erscheint bevor im November der letzte Akkord verklingt und die Europaausstellung ihre Türen schließt - www.bruecke.ktn.gv.at

Feste soll man bekanntlich feiern wie sie fallen. Und da die Europaausstellung in St. Paul und Bleiburg am 8. November zu Ende geht, erscheint die November-Bruecke schon früher. In der aktuellen Ausgabe steht wieder Europa im Mittelpunkt. Die beiden Ausstellungen "Macht des Wortes" und "Macht des Bildes" laden ein, den europäischen Geist aufzuspüren, der durch die alten Stiftsgebäude bläst, auf Marktplätzen zu finden ist und ein einzigartiges Ambiente in die Südkärntner Region gebracht hat. Die Bruecke erzählt Geschichten über Geschichte, über die Säkularisierung, die das Stift St. Paul zu einem religiösen und geistigen Zentrum in Europa werden ließ und über die Umbauten sowie Revitalisierungsmaßnahmen, die aus dem bereits bestehenden Kleinod eine Schatzkammer machten.

Aber nicht nur Wörter bedeuten Macht, auch die Bilder haben Einfluss auf das Leben der Menschen. "Visionen des Göttlichen" werden im Bleiburger Ausstellungsteil gezeigt, manchmal pathetisch übertrieben, manchmal sehr kritisch, meist auch als notwendiger Selbstreflex zur Religion. Denn gerade die Auseinandersetzung mit Fragen nach der Darstellung des Göttlichen ist auch eine Brücke, die zwischen dem Menschen und der Frage nach der Existenz, nach dem Sinn des Lebens, aufgebaut wurde. Errichtet von vielen österreichischen Künstlern stellt die Behandlung dieser Thematik zugleich einen detaillierten Abriss der Österreichischen Kunstszene des 20. Jahrhunderts dar.

Dem Leser werden aber nicht nur Wörter und Bilder mit auf den Weg gegeben, die Bruecke sorgt auch für den "Sound", der nach draußen klingt. Das Kommunikations-Unternehmen Kapsch ließ sechs europäische Künstler nach Übersee blicken. Die Mönche des Benediktiner-Stiftes in St. Paul sind auch "Voices of God". Ihre erste CD findet man wie auch einen "Kulinarikführer" des Einstürzende Neubauten-Sängers Blixa Bargeld oder den neuen Glavinic Roman "Das Leben der Wünsche" bei den Buch- und CD-Tipps (gemeinsam mit Spezialtipps zur Europaausstellung).

Wie früher Kulturhauptstädte aussahen, verrät ein Blick in die antike Welt. Aber auch auf die heutigen Metropolen wird in der aktuellen Bruecke nicht vergessen. So reist man in der November-Ausgabe von Westeuropa (Kulturtripp London) über das frühere Kaiserreich und die jetzigen EU-Länder Deutschland und Österreich in das südöstliche Europa. Ein literarischer Kosmopolit ist der aus Bleiburg stammende Schweizer Autor Hugo Ramnek, der den "Kranich" als Urszene seines für Anfang nächsten Jahres geplanten Romans allen Bruecke-Lesern vorstellt. Die Ursprache auf dem Balkan, die Bildsprache Glagoliza, trug viel zum Selbstverständnis und zur Identität eines ganzen Volkes, dem heutigen Kroatien, bei. Natürlich waren auch diese Zeichen kulturell und religiös geprägt und versuchen das Glück des Menschseins und der Menschwerdung begreifbar zu machen.

Glücklich sein kann man aber in diesen Tagen ohnedies, schließlich kann man gleich zwei Bruecken (Oktober und November) in den Händen halten, durchlesen und viele Neuigkeiten sowie jede Menge Wissenswertes erfahren - wieder eine geballte Ladung an Kunst und Kultur mit allen Galerien und Terminen: www.bruecke.ktn.gv.at

Rückfragehinweis: Landeskulturabteilung/DIE BRUECKE-kaernten.kunst.kultur
Redaktion: Michael Herzog/Günther M. Trauhsnig

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