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Das beste Haus

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Das beste Haus

geschrieben am 11.06.2013 15:25

Die in Österreich nach wie vor beliebteste Wohnform ist das Einfamilienhaus. Beim jährlichen Wettbewerb entschied sich eine Fachjury in Kärnten für ein Projekt der Architekten Winkler+Ruck. Sie erweiterten ein kleines Pförtnerhaus im Stil der Wörthersee-Architektur so geschickt, dass es neu nutzbar wurde und sich trotz aller Charakteristiken nie an die überzogene Baukultur am See anschließt.

„Wörtherseearchitektur“ – alt und neu

Alle zwei Jahre schreibt die sBausparkasse gemeinsam mit den Architekturinstitutionen der Bundesländer und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur den Wettbewerb „Das beste Haus“ aus. Unter 112 Einreichungen nominierte die Fachjury unter dem Vorsitz von Karoline Mayer (Architekturzentrum Wien, AzW) 29 Einfamilienhäuser aus ganz Österreich. Aus dieser Vorauswahl wurden die Preisträger aller neun Bundesländer erkoren.

Auch wenn das Einfamilienhaus als Bauform aufgrund fehlender Nachhaltigkeit (hohe Aufschließungskosten, Ressourcenverbrauch, Kosten) kritisiert wird, bleibt es dennoch Österreichs beliebteste Wohnform. Vor allem beim Eigenheim offenbart sich direkt und unmittelbar die allgemeine Bau- und Wohnkultur eines Landes. Deren Kultur und Gestalt in Summe erbringt so auch den Nachweis über die Zukunftsfähigkeit eines Landes, ist Dietmar Steiner (AzW) überzeugt. Die Tatsache, dass die Vielzahl der prämierten Projekte Zu- und Umbauten, Sanierungen sowie Verdichtungen im Bestand umfasst, zeigt das wachsende Bewusstsein für diese Problematik. Auch das Siegerprojekt aus Kärnten ist ein Eingriff in ein historisches Gebäude.

Winkler+Ruck Architekten haben ein im Stil der Wörthersee Architektur1933 erbautes Pförtnerhaus erweitert und es mit dem Zubau zur vorbeiführenden Bahnlinie hin abgeschirmt. Der entkernte Bestand bietet mit einer großflächigen Verglasung einen Wohnraum mit Ausblick zum See in Krumpendorf. Das „backboard“ (ein mit Holzlatten umhüllter Betonkörper) als schalldämmendes Rückgrat beherbergt Funktionen wie Badezimmer oder Küche. Eine gekonnte Sanierung und Erweiterung eines ehemaligen Pförtnerhauses von Architekt Franz Baumgartner, das in Hinblick auf die sonst so maßlos überzogene Bautätigkeit am Wörthersee zu überzeugen vermag, begründet Juror Architekt Gerfried Ogris die Entscheidung.

AM/AV



Die Ausstellung über „Das beste Haus“ tourt durch die Bundesländer und wird auch im Architektur Haus Kärnten zu sehen sein. www.dasbestehaus.at

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