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Das ganze Leben ist Bühne

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Das ganze Leben ist Bühne

geschrieben am 02.09.2010 16:00

Vorhang auf! Die Bruecke blickt zum Jubiläumsjahr hinter die Kulissen des Theaters und anderer Bühnen – alle Kulturtermine und Galerien im September – www.bruecke.ktn.gv.at

100 Jahre Stadttheater Klagenfurt werden gefeiert. Ein historisches Datum, das lohnt, diese Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen, um die Leistungen, Veränderungen und Höhepunkte der größten Kultureinrichtung des Landes zu beleuchten. Die Jubiläumssaison wartet mit Weltpremieren, Ur- und Erstaufführungen auf, wie „Miss Saigon“, Peter Turrinis „Silvester“ oder Bernd Liepold-Mossers „Amerika“ mit Musik von Naked-Lunch-Mann Oliver Welter (alle drei waren bzw. sind übrigens auch Bruecke-Autoren). In der September-Ausgabe erfährt man zudem viel Wissenswertes über den früher sehr beliebten italienischen Komponisten Cherubini und weshalb die „Entdeckung“ seiner Oper „Koukourgi“ ausgerechnet in Klagenfurt für Furore sorgen wird.

Aber nicht nur neue oder in Vergessenheit geratene Werke nehmen vom Stadttheater aus Anlauf, um die Theaterwelt zu erobern, auch Schauspieler, Sänger und Regisseure konnten Kärnten als Startpunkt für eine große Karriere nutzen. Jonas Kaufmann erklomm von Klagenfurt aus den Olymp der Oper und ist inzwischen auf den internationalen Bühnen ein gefeierter Star. Intendant Josef Ernst Köpplinger steht mit der Berufung nach München ebenfalls vor dem internationalen Durchbruch. Bevor es aber soweit ist, spricht er in der Bruecke noch über die Jubiläumssaison und die Kulturpolitik, um gleichzeitig Bilanz zu ziehen und nach vorne zu blicken.

Als Kontrapunkte und Ergänzungen gibt es etwa das wahrscheinlich kleinste Theater der Welt VADA, die AKS-Tanzperformances, die bis jetzt verborgenen Verbindungen zwischen dem LKH Wolfsberg und dem Kunstraum Walker oder ein neues „Wortreich“ der Literatur auf der Turracher Höhe - mit einem China-Schwerpunkt im Herbst. In den Fernen Osten verschlug es auch die Architekten des Österreich-Pavillons auf der Expo, die mit Kärnten-Bezug Mosaiksteinchen im Sinne des Gleichklangs präsentieren. Über bauliche und kulturelle Leistungen kann man gleichfalls auf der Burg Hochosterwitz staunen, wo eine Ausstellung die Geschichte der Khevenhüller in ein wunderschönes landschaftliches Bild bringt.

Andere Arten von Landschaftsbildern fallen bei einem neuen Kunstfestival in Bad Gastein mit kräftiger Kärntner Mithilfe aus dem Rahmen: „frame it!“. Die Rahmen-Bedingungen stimmen in diesem Jahr auch bei der Triagonale, die zwischen Schaukeln und Hightech-Computern wieder einen Hör- und Sehgenuss bietet. Inspirationsquellen sind aber nicht nur Orte – sondern auch der Wohlklang des Schlagzeugs als „Sprung.Brett“, oder einfach die „Blaumilch“ des Lebens (Georg Timber-Trattnig bis dato unveröffentlichtes Stück heißt es in der „Vor.Lese“ kennenzulernen).

Der Ort der Handlung, um Kunst und Kultur auf die Bühne bzw. an das Publikum zu bringen, ist wie immer die Bruecke. Natürlich gibt es auch Querverbindungen, etwa von Literatur zum Film (im Filmtagebuch von Horst Dieter Sihler), es gibt kulturelle Seitensprünge (mit Welter Skelter nach Bregenz) und kritische Fragestellungen (über den Begriff „Heimat“ im MMKK). Erleben Sie den „alten Meister vom Saager Berg“, in seiner Radikalität alles auf das Wesentlichste zu reduzieren, sodass Nichts auch Alles bedeuten kann (NADA) in weiteren Ausstellungen wie in der Galerie Vorspann oder im Palais Fugger und lesen Sie in der Oktober-Bruecke, was Giselbert Hoke Starkes und Unverblümtes zu sagen hat.


DIE BRUECKE – kaernten.kunst.kultur
Redaktion: Michael Herzog/Günther M. Trauhsnig
Bilder: Die Bruecke

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