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Der Klang macht die Musik

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Der Klang macht die Musik

geschrieben am 01.06.2010 23:00

Schwerpunkt Gustav Mahler Jubilläen: Beiträge über Querverbindungen, Person und Veranstaltungen lohnen einen Blick in die Juni-Bruecke zu seinen Klangwelten – www.bruecke.ktn.gv.at

„Das Wichtigste in der Musik steht nicht in den Noten …“ lautet ein Ausspruch des sogenannten „Wörthersee-Komponisten“ Gustav Mahler. Wo das Wichtigste denn steht lässt der Operndirektor und Dirigent offen. Aber wenn es nach dem Volksmund geht, dann macht „der Klang die Musik“. Und so begibt sich die Bruecke im Juni auf die Suche danach und begegnet dabei immer wieder diesem einzigartigen Klangvirtuosen, den es im Sommer immer wieder nach Klagenfurt-Maiernigg zog. Hier hat er viele Spuren hinterlassen. Zu finden sind sie heute noch in den „Kärntner“ Symphonien, beim Musikforum in Viktring, in einer großen Geburtstagsgala des Wörthersee-Classics-Festivals, bei mehreren Konzerten der Jeunesse Kärnten sowie im benachbarten Alpen-Adria-Raum bei den Gustav-Mahler-Musikwochen in Toblach (Südtirol), in Nürnberg (Bayern), oder in Laibach (Slowenien), wo Mahler sich in seinen Anfängen als Kapellmeister erprobte. Beliebt ist auch ein Ausflug zum Mahler-Komponierhäuschen – einen neuen Essay von Alexander Widner über diesen berührenden Ort findet man in der „Vorlese“.

Aber Mahlers Wirken hat nicht nur in Regionen und Orten einen bleibenden Eindruck hinterlassen, es griff auch in andere Bereiche der Kunst und Wissenschaft über. So verband der Komponist in seiner Musik Phantasie und Philosophie um in Nietzsche einen Bruder „im Geiste“ zu finden und von Intelektuellen wie Theodor W. Adorno höchste Anerkennung zu erlangen. Der Künstler Pepo Pichler ließ sich ebenfalls von Mahler inspirieren und schloss in seine Werke das „Wandern durch die Welt“ mit ein. Träumen und Sehnsüchten wird anhand von Koffern (die auf ihren Reisen gescannt werden), ähnlich den Kompositionen Mahlers nachgespürt. Die Ausstellung findet im Rahmen des Mahler Contemporary Festivals im Stift Viktring statt. Zahlreiche Konzerte (Vienna Art Orchestra, The TallTones, Paul Gulda, Willi Resetarits, das Neruda-Ensemble usw.) und Visualisierungen als Konzepte eines synästhetischen Kunstwerks stellen nicht nur die Verbindung von Wort und Ton her, sie bringen die Klänge bis ins nächste Jahrhundert.

Neben dem Mahler-Schwerpunkt wird in der aktuellen Bruecke auch ein Blick in „die Büchse der Pandora“ von Alban Berg geworfen, dessen Jubiläen heuer ebenfalls gefeiert werden. Es wird mit den beiden Musik-Ikonen Bob Dylan und Leonard Cohen von „Manhattan“ über den „Highway 61“ zu den Konzerten in unsere Nachbarregionen gereist und bei Büchern, Musik und Filmen, die süchtig machen, ein kurzer Zwischenstopp eingelegt. Wer langsamer unterwegs sein möchte, dem empfiehlt sich ein Kulturrat/d sowie kulturelle Abstecher zum Ingeborg-Bachmann-Preis („Kulturtipp“) oder zur Villa Schwarzenfels („Denk.Mal“).

DIE BRUECKE – kaernten.kunst.kultur
Redaktion: Michael Herzog/Günther M. Trauhsnig
Bilder: Die Bruecke

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