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Der Weg ist das Ziel

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Der Weg ist das Ziel

geschrieben am 27.12.2010 12:55

Elektronische Musik wird in der Winter-Brücke wünschbar. Wunderbar wie in diesem Jahr die (DJane) Wunschmaschine mit der heimischen Soundforce und Harry Krishner gestartet wurde.

Alles ist wünsch.bar, wandel.bar und wonder.bar!

Manche Wünsche werden erst dann erfüllt, wenn man einen Cent in die Wunschmaschine wirft. Andere allerdings muss man sich erst erstrampeln. Zu Fuß oder: per Fahrrad. Und die, die es heuer bereits getan haben, sind durchwegs begeistert. Denn die Online-Kommentare auf der Homepage der Kulturradpfade 2010 lauten folgendermaßen: von gemütlich bis abenteuerlich auf der Erlebnisskala, landschaftlich abwechslungsreich, so nah und doch noch zu entdecken. Herrlich der idyllische Single Trail hinein nach Maribor …

Eine Frau, die den Teilnehmern besonders auffiel, war Stefanie Feodorow. Ihres Zeichens Organisatorin, Projektkoordinatorin, Referentin und charmante Wegbegleiterin der Strampelpfade, die Kopf und Geist nebst Radlerwadl nicht auf der Strecke ließen. Doch es steckt noch viel mehr hinter dieser erfrischend cosmopolitanen Ausnahmecharakterin, der man zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereits als alternativ-elektronische DJane Wunschmaschine beim Vinylplattenauflegen zuhören durfte. Das erste Mal kam sie mit so genannter elektronischer Musik irgendwann um 1995 in Berührung, als sie in Wien lebte. Durch einen Freund hatte sie die Gelegenheit sich an den Turntables zu versuchen und war danach sofort: technicsiert. Lange Zeit nur im privaten Rahmen. Wieder zurück in Klagenfurt trat einer der Inhaber des legendären Soundforce in der Herrengasse an sie heran, ob sie nicht eben dort arbeiten wolle. Wollte sie. „Um auch ein wenig die heimische Szene wiederzubeleben, zumindest mit Geschichten“, erzählt Feodorow, damals gab es da noch db und grand cru. Sie lacht und erzählt weiter: Das waren Daniel Bemberger und Oliver Rubenthaler. Sie haben die Mellow Lounge (Anmerkung: sie war später auch eine der Mitbetreiber der Club-Legende) samt Zubehör mit ihrem feinen, fetten, rollenden minimal und dnb Sounds zum Leben erweckt. Ja, das war schon ganz großes Kino… Damals fand sie den Vienna Sound sehr prägend, von den Labels her cheap-records oder gstone und die dazugehörigen DJs - z.B. Patrick zulsinger. Aber auch Moritz von Oswald und Mark Ernestus als basic channel, dopplereffet und monolake zählten zu ihren Vorbildern. Heute spielt sie vermehrt minimal oder techno, aber: auch hier mische ich gerne die Stilrichtungen, breaks, glitsch – kann schon alles vorkommen im Set. Und verrät uns ihre Vinyllieferanten. Sozusagen ein Geheimtipp für alle, die zumindest mal lesen wollen, woher die wirklich guten elektronischen DJs und DJanes ihren Sound herbekommen: Es gibt Lieblingslabels wie kompost, thema, t2x, karloff, mdr, kompakt, minibar, bpitchcontroll, quantec, minus, contexterrior, warp, laid, trapez, bwr, mule, u.v.m... und natürlich stehen neben/hinter den Labels auch Namen wie Marcel Dettmann, Ellen Allien, Falko Brocksieper. Ihren letzten Gig gab sie im August beim California Dream Festival, einem wunderbaren Geheimtipp im Gailtal*. Und dort wurde sie gleich für einen Auftritt in der legendären Postgarage in Graz engagiert – und im Dezember legt sie am legendären 23. im CiK auf.

Dass man damals inne halten kann; sich und andere bewegt ohne bewegt werden zu müssen, macht auch Philipp Pankraz aka Harry Krishner zu einem DJ, der Freude bereitet. Sein damals bestand darin, dass er in den Clubs und Cafés nie die Musik hören konnte, die er hören wollte. Als er im Pankraz kellnerte, nahm er schließlich sein Herz in die Hand. Sprich: er brachte seine eigene Musik mit zur Arbeit und beglückte die dankbaren Gäste. Seine Liebe zur Musik ist dem 25-Jährigen quasi in die Wiege gelegt worden, denn sein Vater eröffnete die Plattenläden Meki und Hannes Records und später auch das CD-Café Pankraz. Das erklärt auch das breite Spektrum an musikalischen Haupteinflüssen: John Coltranes Gesamtwerk, Tom Waits, Chet Baker, Matthew Herbert. Aber immer alles quer durch. Mal mehr Soul, dann wieder Jazz, Klassik, Rock... Electronic… Alles. Kann schon sein, dass ich da binnen drei, vier Nummern von Soul auf Minimal Techno springe. Meine Sammlung ist inzwischen so breit gefächert. Ich achte einfach aufs Publikum und taste mich einfach ran, wie weit ich gehen kann an einem Abend. Seinen Hauptwohnsitz hat er zwar mittlerweile nach Wien verlegt, wo er immer wieder mal im Rhiz, Phoenix Supperclub, Badeschiff, Elektro Gönner, aber auch auf Ausstellungen, privaten Partys, in Hotels spielt. Doch auch unsere Stadt versorgt er nach wie vor mit Musik. Im Dezember wird er wieder im 151er und im CiK/Künstlerhaus auflegen. In diesem Sinne: wünscht euch was! (& dem Bruecken.Bauer weitere einhundertelf GLUECK.wuensche).

ma.scha.
alles ist wünschbar: neon@wunschmaschine.at
www.myspace.com/krishnerbeats
CiK (Cafe im Künstlerhaus Klagenfurt)
4. 12.: KRISHNER – La MUSI QUE DE LA NUIT
23.12.: city beatz (patrick pulsinger und wunschmaschine – siehe auch Horizonte)

*California Dream Festival: Einzigartig in Österreich versammelt es Menschen von Jung bis Alt in friedlicher und fröhlicher Atmosphäre: Ein Dorf der Träume. Die idyllische Landschaft beim Pressegger See gibt dem Festival außergewöhnlichen Spirit.

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