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Eine Frage der Ehre

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Eine Frage der Ehre

geschrieben am 30.01.2009 11:48

Die Brücke verneigt sich im Februar speziell vor den Kulturpreisträgern und ihren Leistungen, die die kulturelle Richtung des Landes bestimmen – alle Kulturtermine des Monats.

Ein Zitat sagt: „Ehre, wem Ehre gebühret“. Im Februar versucht die Brücke gleich in mehrfacher Hinsicht diesem Zitat gerecht zu werden. Denn der Beginn eines neuen Jahres eignet sich oft sehr gut, noch einmal kulturelle Richtungen und künstlerische Positionen, vor allem aber auch die „ausgezeichneten“ Menschen, die hinter diesen Positionen und Richtungen stehen, aufzuzeigen.
Singuläre Positionen und Nonkonformisten wie etwa Arnulf Rainer oder Cornelius Kolig zeigen mit ihren Werken, wie weit man den Kunstbegriff ausdehnen kann und sparen dabei nicht mit Kritik am Kunstbetrieb. In ihren „Preisen“ sind die künstlerischen Augenblicke festgehalten, die für Kulturschaffende und Künstler oft mehr Wert besitzen, als ein Händedruck oder eine Trophäe. Nicht außer Acht lassen sollte man auch die Förderer, die Kunst vielfach möglich machen. Die Volksbank z. B. ist mit der Vergabe des Kunstpreises, der heuer an Gudrun Kampl ging, bemüht, neue Impulse in der Kärntner Kunst- und Kulturlandschaft zu setzen.
Im antiken Athen war man zu dieser Jahreszeit mit einem traditionellen Wettstreit auf der Suche nach preiszukrönenden Komödianten. Gewürdigt werden in dieser Ausgabe also Kulturschaffende aus der Vergangenheit wie im 200. Todesjahr von Joseph Haydn seine Opernraritäten oder die Versöhnungsgesten des bekannten heimischen Dichters Josef Friedrich Perkonig, anlässlich seines 50. Todestages. Und ebenso Kulturarbeiten der Gegenwart wie die unvergleichliche Sprache des Alois Hotschnig, auf die Katja-Lange Müller aufgrund des Erich-Fried-Preises blickte oder die fesselnden Sprachkünste des „Einstürzende Neubauten“ Frontmannes Blixa Bargeld, der auf seiner Lesetour durch Europa auch einen Abstecher ins Ballhaus machen wird.
Wer gerne liest und sich nicht scheut, über den Tellerrand zu blicken, sich nicht vor Grenzen und Konflikten fürchtet, der darf sich auf Texte zu den beiden ausgezeichneten Literaten und Kulturforschern zwischen Slowenien und Kärnten, Janko Messner (der Artikel über ihn stammt vom ebenfalls preisgekrönten Jozej Strutz) und dem von Peter Handke geförderten Lipej Kolenik freuen. Auszüge aus Messners Werken sind sowohl in deutscher als auch slowenischer Sprache in der „Vorlese/Prvo branje“ zu finden. Weiterlesen ermöglichen einem Thomas Bernhards „Meine Preise“, die slowenische Kresnik-Preisträgerin Katarina Marincic und literarische sowie musikalische Shootingstars wie Dave Eggers und Killed by 9 Volt Batteries - siehe Buchtipps.
Eine Architekturlehre der besonderen Art kann man in der FH Spittal/Drau beim Würdigungspreisträger Peter Nigst erhalten, meint Österreichs „Architekturpapst“ Otto Kapfinger in der aktuellen Brücke. Auch die beiden „K“, Gunda König und der Landeskulturpreisträger 08 Dieter Kaufmann, laden in der Brücke ein, „K“unst „k“ennenzulernen. Es ist also eine Verneigung vor den Kulturschaffenden und den Möglichkeiten, die sich aus deren Schaffen für die kulturelle Zukunft Kärntens ergeben, angebracht, ehe der Vorhang fällt und im Monat März für eine neue Ausgabe der Brücke wieder aufgeht.

Rückfragehinweis: Landeskulturabteilung/DIE BRUECKE
Redaktion: Michael Herzog/Günther M. Trauhsnig
Bilder: DIE BRUECKE-kaernten.kunst.kultur

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