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Einklang v. Natur & Kultur

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Einklang v. Natur & Kultur

geschrieben am 02.07.2010 14:50

Das Schloss Damtschach mit seinem Garten und Park wartet im Sommer mit einem ganz besonderen Programm auf. So gibt es immer wieder äußerst rare Aufführungen von Barockopern - heuer „L` Oracolo del Fato“ von Francesco Gasparini.

Ein einmaliges Erlebnis im Schloss Damtschach der Familie Orsini-Rosenberg ist die Barockoper „L`Oracolo del Fato“ (1709) von Francesco Gasparini, die an drei Tagen (vom 30. Juli bis 1. August) zu sehen sein wird. Nach den gezeigten Werken von C. W. Gluck („Le Cinesi“ 2003), Antonio Caldara („Dafne 2005“ 2006) und G. F. Händel („Clori, Tirsi e Fileno“ 2008) richtet man in diesem Jahr den Blick Richtung Süden auf die venezianische und römische Theaterkunst. Die international bekannte Regisseurin/Choreographin (für Gestik und Barocktanz) Sigrid T` Hooft setzt das Stück um das Schicksal der beiden Göttinnen Aurora (Mezzosopranistin Maria Weiss) und Diana (Sopranistin Soetkin Elbers) in diesem landschaftlich reizvollen Ort in Szene. Ihr beider Schicksal ist es, einen sterblichen Jüngling zu lieben und ihn im Schlaf zu entführen. Dadurch entbrennt ein heftiger Streit, welchen der Richter Fato schlichten muss. Dieser entscheidet sich gegen die beiden und für Elisabetta Christina, die Gemahlin Karls III. von Spanien und Mutter Maria Theresias. Die musikalische Leiterin Ulli Nagy präsentiert auf dem Schloss eine absolute Rarität, denn das Stück durfte, wenn überhaupt, zuletzt im 18. Jahrhundert aufgeführt worden sein. Fest steht, dass diese Inszenierung die erste moderner Zeit ist. Die Musik kommt, wie in den vergangenen Jahren, vom Concertino Amarilli, unterstützt von der Streichergruppe des Barockorchesters Harmony of Nations.

Neben der Theaterkunst wird auch die Kinoreihe durch den 1990 gegründeten Verein Panorama (Obfrau Barbara Putz- Plecko) fortgeführt. Vier Kurzfilme (Timau, Rosa coeli, Hotel Roccalba u. Herna) von Josef Dabernig verwischen am 13. August die Grenzen zwischen Avantgarde und anderen künstlerischen Mitteln. Denn Dabernig verstärkt die Filmkunst, indem er ihr weitere Elemente und Instrumente wie Fotographien, Texte und architektonische Projekte zur Seite stellt. Die Filme wurden aus jenen 12 Filmen ausgewählt, die der Kärntner Künstler mit Wahlheimat Wien seit 1994 produzierte. Drei Filme feiern dabei eine Kärnten-Premiere, da runter die aktuellste Produktion „Herna“ (2010).

Ein besonderes „Zuckerl“ ist auch die Wortmusik von Wolfram Berger, der sich am 21. August gemeinsam mit Wolfgang Puschnig (Altsaxofon und Flöten), Jon Sass (Tuba) und Uli Scherer (Piano) in der Tenne des Schlosses den vier Sprachgalaxenbauern Ernst Jandl (1925-2000), Konrad Bayer (1932-1964), Kurt Schwitters (1887-1948) sowie Adolf Wölfli (1864- 1930) nähert. Dabei soll Jazz zu einem Schauspiel werden. Der Jazz dient als Grundfunktion, um darüber hinaus sich frei bewegen zu können. Denn das Ziel des Multi-Talents Berger (Schauspieler, Hörbuch-Erzähler, Regisseur, Filmemacher, Musiker und Kabarettist) ist es, mit Hilfe seiner Weggefährten, das wölfische Gejandl einer Schwiegermutter mit dem Bayerischen und Schwitterschen Gelächter zur „süßen Puppe“ und zum Schlangenwörterbuch zu verbinden, aber auch Unterschiede aufzuzeigen.

Neben Musik, Film und Theater darf in Damtschach bei Wernberg die bildende Kunst ebenso nicht zu kurz kommen. Nach den beeindruckenden „Houseguests“ von Michael Huey, der seine Installationen perfekt auf das historische Schloss-Interieur abstimmte, bietet Andreas Rosenberg bis 17. Juli noch die Möglichkeit, freie Räume zu entdecken. Wie im Märchen darf man sich dabei die Bedeutungen selbst zusammenstellen und seiner Phantasie freien Lauf lassen, ein „Freispiel“ also.

MH/BB


Galerie Schloss Damtschach
Verein Panorama
2010
www.damtschach.at

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