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Film ab! Kamera läuft!

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Film ab! Kamera läuft!

geschrieben am 01.04.2009 17:20

Nach der Diagonale mit erfolgreicher Kärntner Beteiligung richtet die Brücke im April alle Scheinwerfer auf den Film und zeigt was sehenswert, hörenswert und vor allem lesenswert ist.

Die Brücke schaut im April ganz genau hin - über das Leben und die Wunschfilme. Natürlich ist der Set voller kultureller Höhepunkte. Und der „Brücke-Regisseur“ richtet sich genau nach dem Drehbuch: die Künstler sind die Stars. Etwa der preisgekrönte Kärntner Maler Prof. Franz Yang-Močnik, der beinahe schon zu einem Grazer geworden ist. „Diagonal“ beobachtet wird auch Reinfried Wagner beim „Ein- und Ausatmen“, denn schließlich liegt in der Meditation die Kraft sich selbst zu finden und zu reflektieren. Oder die Fotokünstler Andreas H. Bitesnich und Barbara Krobath - sie blicken mit ihren Abbildungen tief in die Seelen der Menschen und begeben sich auf die Suche nach jenen Details, die im schnellen Leben oft verloren gehen. Die einfachen Bauern in Tibet gehören dabei genauso dazu wie die bekannten Hollywood Stars.
Geschichten werden in der Brücke ebenso erzählt, denn die Handlung soll für spannende Momente sorgen. Die kann man bei Alois Hotschnigs „Besorgungen für den Tag“ erleben. Der Erich-Fried-Preisträger hat der Brücke einen Vorabdruck seiner im Herbst erscheinenden neuen Erzählungen ermöglicht. Mit Gert Jonke kann man sich „rund um die Uhr an die Gegenwart erinnern“. Der Porträt-Film die „Reise zum unerforschten Grund des Horizonts" wurde gerade erst bei den Fernsehpreisen der Erwachsenenbildung als beste Dokumentation ausgezeichnet. Die DVD dazu von Ingrid Ahrer und Martin Polasek wartet auf die Herausgabe. Filme regen die Fantasie an und der bekannte Aktionist, Regisseur und Filmemacher Christoph Schlingensief behauptet in seinem neuen Buch: „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!“ Auch hier spielen Gegenwart und Erinnerungen eine wichtige Rolle. Wer weiterträumen möchte, kann das mit dem Buch „Traumzeitig“ machen. Für Spannung sorgt ein „Doppelblick“ von Polt-Erzähler Alfred Komarek bzw. Andrina Mračnikars Suche nach Identitäten auf der DVD „Der Kärntner spricht Deutsch“ sowie „Andri 1924-1944“. Beide Filme der Kärntner Filmemacherin wurden schon bei der Diagonale ausgezeichnet.
Serien sind auch sehr beliebt. Deshalb startet die Brücke eine solche als Exkursion ins Filmland Kärnten, um nachzuzeichnen wie es Filmschaffende schaffen, sich in regionalen Nischen zu behaupten. Der inzwischen mehrfach preisgekrönte Film „Universalove“ von Thomas Woschitz und Naked Lunch zeigt eindrucksvoll, welche Kraft in diesen Nischenplätzen frei werden kann und berührte bei der Diagonale dermaßen, dass er zweifelslos zu einem der Höhepunkte des Filmfestivals gezählt werden kann. Auch der Dokumentarfilm erlebt einen immensen Aufschwung. Susanne Brandstätter („Rule of Law“ und „Schachmatt“) erzählt in einem Interview kurz vor ihrem Abflug nach Kambodscha zu ihrem neuen Filmprojekt mehr über ihre Erfolge und Pläne. Im Vordergrund stehen dabei immer die Menschen und ihr Leben.
Auch im Neuen Volkskino spürt man den Aufwind des Österreichischen Films. Doch mangelnde Infrastruktur und eine veralterte, zu kleine Spielstätte geben Anlass, sich über Veränderungen Gedanken zu machen und nach Linz in die Kulturhauptstadt zu blicken. „Das Leben ist eben kein Wunschkonzert“ - oder doch? Und zu jedem guten Film gehört natürlich auch die passende musikalische Untermalung. Ins Volxhaus kommen im April mit „Aber das Leben lebt“, „Gustav“ und „Clara Luzia“, Songwriter, die man sich schon längst auf Kärntner Bühnen gewünscht hätte. Und als wäre das noch nicht genug, so punktet Andrew Watts als Nerone am Stadttheater Klagenfurt mit feinem britischem Humor, der der Barockoper Poppea zu noch mehr Ausdruck verhilft.
Viele Geschichten also über Kunst, Theater, Literatur, Musik und vor allem über Filme, die nicht auf Celluloid, sondern von der Brücke auf Papier gebannt wurden und für die es im Mai sicher eine Fortsetzung geben wird.

Rückfragehinweis: Landeskulturabteilung/DIE BRUECKE
Redaktion: Michael Herzog/Günther M. Trauhsnig
Bilder: DIE BRUECKE-kaernten.kunst.kultur

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