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Frühlings Melodien

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Frühlings Melodien

geschrieben am 17.04.2012 10:30

Chansons der Extraklasse, von prominenten österreichischen Liedermacherinnen dargeboten, lassen den Frühling im Schloss Albeck musikalisch erwachen. Von Erika Pluhar und Maresa Hörbiger über Andrea Eckert und Sandra Kreisler bis Marianne Mendt präsentieren unterschiedliche Frauentypen völlig verschiedene Klänge innerhalb dieses Genres.

Chanson Glock’n

Ein Chansonfrühling der Extraklasse wird auf Schloss Albeck voller Frauen-Power von Pluhar bis Mendt eingeläutet

Den Beginn machte Erika Pluhar mit „Lieder vom Himmel und der Erde“ am 27. und 28. April. Gemeinsam mit dem musikalischen Partner Klaus Trabitsch werden Lieder geboten, die sich aus dem vorhandenen Repertoire sowie Neuem zusammensetzen. Die Gemeinsamkeit des musikalischen Atems, der Spielfreude, der menschlichen Einhelligkeit hat sich dabei auf das Schönste erwiesen. Für Pluhar, die mit dem Star-Gitarristen immer wieder gerne auch in der Formation des Duos auf der Bühne steht, ist jeder Abend eine persönliche Bereicherung.

In „Damenwahl – ein Kaleidoskop“ sang und spielte Andrea Eckert am 4. Mai ihre Lieblingsrollen und Lieblingslieder aus der Theaterwelt. Die große Schauspielerin als Callas, Penthesilea oder Neff am Theater zu sehen, ist schon ein Erlebnis. In diesem Programm aber erstrahlt sie gleich einem Kaleidoskop in vielen Farbnuancen, von der Heroine bis zur Komödiantin. Die Künstlerin gibt persönliche Einblicke ins Theaterleben, ihre Rollen und ihre Karriere. Am Klavier wird Eckert an diesem Abend von Bela Fischer begleitet.

Unterschiedliche Typen von Frauen zeigt Maresa Hörbiger am 11. Mai in den Texten und Geschichten von Hugo Wiener unter dem Titel „Krokodile fliegen nicht“. Seine Frauen-Figuren sind vieles: neugierig, eifersüchtig, eitel, mondän und verrucht, schlau, manchmal allerdings etwas naiv und dadurch aus heutiger Sicht vielleicht ein bisschen altmodisch. Sie sind Teenager, Vamp, Ehefrau, der große Bühnenstar oder die ganz normale Frau von nebenan. Der Tochter von Paula Wessely und Attila Hörbiger sowie Schwester von Christiane Hörbiger und Elisabeth Orth gelingt es auf unvergleichlich charmante Art all diesen Frauen eine neue Lebendigkeit und einen authentischen Charakter zu verleihen. Die Texte und Geschichten erzählen auch von so manchem Klischee, einem Frauenbild längst vergangener Tage. Musikalisch begleitet von Roman Teodorowicz betrachtet Maresa Hörbiger dies mit viel Humor bzw. kommentiert es mit einem Augenzwinkern. Wienerisch pointiert vermittelt sie den ganz speziellen Witz und schafft es bravourös, eine Brücke zwischen (Themen der) Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen: Den vorwiegend „weiblichen“ Wunsch nach strahlender Schönheit und ewiger Jugend gab es immer schon, im heutigen „Anti-Aging-Zeitalter“ dominiert er (ohnehin). Aphorismen und Zitate der Film- und Theaterliteratur runden diesen feinen „Hugo-Wiener-Abend“ ab und beleuchten große Stärken und kleine Schwächen von Frauen und Männern.

Man muss ein Leben gelebt haben, um Chansons singen zu können, sagt Sandra Kreisler. Nur singt sie nicht nur Chansons, sie lebt sie auch. Mit Ecken und Kanten stellt die Schauspielerin, Sängerin, Präsentatorin und Moderatorin in Radio und Fernsehen, in „KREISLERismen“ am 1. Juni nicht nur Lieder ihres kürzlich verstorbenen legendären Vaters vor. Fröhlich, respektlos und sprühend vor Wortwitz behandelt ihr Programm die ewigen Themen des Lebens. Es ist komisch, es ist stellenweise sogar irrwitzig und frech. Zeitlos und hochmodern zugleich sind diese alten Chansons. Auch brandneue Lieder finden sich. Ganz vorne in der Liedersammlung ist aber der Kabarettist, Komponist, Sänger und Dichter Georg Kreisler vertreten. Am Klavier: Tilo Augsten.

„Chansons & Jazz“ verbindet Marianne Mendt mit ihrem Trio am 15. Juni zu einem Ganzen. Die Wegbereiterin des Austro-Pops hatte mit dem Lied „A Glock’n, die 24 Stunden läut’“ 1970 ihren Durchbruch. Bevor sie sich musikalisch dem Jazz widmete, nahm sie an zahlreichen Musical-, Theater-, Kabarett- und Fernsehproduktionen teil und wurde zur „beliebtesten Schauspielerin“ (Kaisermühlen-Blues) 1994 und mit der Verleihung des Nestroy-Rings 1995 ausgezeichnet. Nun trägt ihr starkes Engagement, dem österreichischen Jazz zu größerer Anerkennung zu verhelfen, bereits Früchte. So gründete Marianne Mendt die MM Musikwerkstatt, um vor allem Nachwuchskünstlern, aber auch Profis, eine Plattform zu bieten.

MH/BB


Chanson-Frühling: 27.4.–15.6.2012

Tipp:
Holzskulpturen von Walter Turrini – Partituren von Ingmar Gritzner
Schwingungen des Unsichtbaren
24. März bis 8. Juli 2012
Schloss Albeck
www.schloss-albeck.at

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