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Hand - Zeichen

geschrieben am 24.10.2013 12:05

Verführung und Literatur können Hand in Hand gehen. So sind Lilian Faschingers Romane ebenso verlockend wie emotional anregend und humorvoll begeisternd. Die Lust am Lesen geht in ihren Werken über in eine Lust an den Hauptfiguren. So begibt sich "Magdalena Sünderin" unter der Regie von Ute Liepold in der Burgkapelle des MMKK auf einen "Wolkenflug".

Literarische Verführung

Dank Lilian Faschinger in der Burgkapelle

Wer Lilian Faschinger lesen – und dabei neuerdings mitunter leise und dennoch eindringlich singen – gehört hat, weiß, dass Literatur und Verführung Hand in Hand gehen, dass man durch den Vortrag von literarischen Texten ebenso verführen wie verführt werden kann. Ähnlich wie so mancher Leser muss es Odysseus ergangen sein, als er sich, um sich vor den Sirenen zu wappnen, die Ohren mit Wachs verstopft hat. Das Moment der Verführung ist jedoch nicht nur auf Ebene der Performanz angelegt, die Verlockung und mitunter Verstrickung ist vielschichtiger Natur und funktioniert auf inhaltlicher wie ästhetisch-sprachlicher Ebene.

Viele von Lilian Faschingers Hauptfiguren sind als Verführerinnen angelegt, nicht selten verpasst ihnen die Autorin lustvoll auch negative, hexenhafte Konnotationen. Gleich zwei klassische Verführerinnen der Weltliteratur bzw. der Heilsgeschichte waren titelgebend: In ihrem Debütroman „Die neue Scheherazade“ (1986) lässt sie die Austro-Perserin Hedwig Scheherazade Moser von ihrem Sofa aus Geschichten – und somit ein Leben und eine Identität – in derartiger Dichte und Eindringlichkeit erfinden, dass nicht nur so manchem Kritiker ob dieser erotischen Rasanz ganz schwindlig (Gerald Schmickl) wurde. Und der „Magdalena Sünderin“ (1995) kann sich niemand mehr entziehen, katholischer Priester hin oder her.

Widerstehen konnte auch Autorin und Regisseurin Ute Liepold nicht, die eine Dramatisierung des Romans erstellt hat und just in der Burgkapelle im MMKK mit dem Theaterverein wolkenflug zur Aufführung bringt. Premiere ist am 13. November. Vorab lockt die Autorin am 13. 10. selbst zu einer Matinee zum Thema, wie könnte es anders sein, „literarische Verführung“.

Katharina Herzmansky


Lilian Faschinger
Literaturfrühstück, Lesung und Autorengespräch
13. Oktober 2013, 10 Uhr


Magdalena Sünderin
Eine siebenfache Mörderin entführt einen katholischen Priester, um in einer aberwitzigen Beichte ihr Gewissen zu erleichtern. Eine packende und komische Abrechnung mit dem Landleben, der Kirche und der unausweichlichen Katastrophe zwischen Mann und Frau, geschrieben in einer entfesselten musikalischen Sprache, zum ersten Mal für das Theater bearbeitet.

DRAMATISIERUNG UND REGIE Ute Liepold
ES SPIELEN Jutta Fastian, Hannes Flaschberger , Michael Krištof
BÜHNE Dietmar Kaden
KOSTÜM / MASKE Michaela Haag
LICHT Kristijan Rehsmann
VIDEO Philip Kandler
REGIEASSISTENZ Stefan Ebner
PRODUKTION wolkenflug / Bernd Liepold-Mosser
PREMIERE 12. November 2013, 20.00 Uhr
WEITERE TERMINE 14., 15., 16., 20., 21., 22. und 23. November 2013
jeweils 20 Uhr
SCHULTERMINE vormittags, nach Übereinkunft
ORT Burgkapelle im MMKK, Burggasse 8, 9021 Klagenfurt.

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