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Kärnten goes Oscar

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Kärnten goes Oscar

geschrieben am 03.03.2008 08:30

Nach dem Oscar für „Die Fälscher“ ist österreichische Filmkultur gefragter denn je. Die DIAGONALE schlägt auch einige „Brücken“ nach Kärnten.

Am Anfang April ist Graz einmal mehr cineastischer Nabel Österreichs. Alle heimischen Kinofilme des Jahres 2007, die aktuellsten Filme jedweder Genres, ein Best of befreundeter Festivals – neben dokMa/documentaries in Maribor und VIS-Vienna Independent Shorts erstmals auch das Sarajevo Film Festival (SFF) und die Kurzfilmtage Winterthur – sowie zahlreiche internationale und historische Specials: Das Festival des österreichischen Films bringt vom 1. bis 6. April (nicht nur) Bilder in Bewegung. Unter anderem im Rahmen des diesjährigen, kulturpolitisch überaus aktuellen Schwerpunkts der Medienbildung/Bilderin- Bewegung, mit dem der Forderung nach einer stärkeren Verankerung des Lehrinhalts Film an österreichischen Schulen Rechnung getragen wird.

Transkulturelle Identitäten. Migration und Fremd-Sein sind wesentliche Stränge der DIAGONALE 08, die am 1. April mit „back to africa“ von Othmar Schmiderer eröffnet wird. Abseits der allzu üblichen eurozentristischen „Problemperspektive“ begleitet der Dokumentarfilm fünf Künstler auf der Reise in ihre jeweiligen Heimatländer in Afrika. Auf einer wahren Begebenheit beruht „Der schwarze Löwe“ (Regie: Wolfgang Murnberger, Drehbuch: der Klagenfurter Rupert Henning), die ORF-Premiere auf der DIAGONALE 08: drei junge afrikanische Asylwerber verhelfen einem niederösterreichischen Fußballklub zum Erfolg, sind jedoch alsbald von Abschiebung bedroht.

Eine Reihe von Programmen widmen sich den ex-jugoslawischen Nachbarstaaten. In Zusammenarbeit mit dem Sarajevo Film Festival werden drei Langfilme aus dem Repertoire des SFF (unter anderem Eran Kolirins The Band’s Visit/Bikur hatizmoret) und zwei Dokumentarfilmprogramme mit Filmen aus Bosnien- Herzegowina und Kroatien gezeigt, die sich – ebenso wie einige, im Produktionszusammenhang der Ateliers Varan/ Belgrad entstandene Filme junger serbischer Künstler – in unterschiedlicher Weise der Trauerarbeit nach dem Krieg annehmen. Die Auseinandersetzung mit der (Nach)Kriegszeit in Ex-Jugoslawien zieht sich auch durch das gesamte Werk Jasmila ∫baniçs („Grbavica“, Goldener Bär der Berlinale 2006), der eine Personale gewidmet ist.

Weitere Kärntenbezüge. Nach ihren DIAGONALE-preisgekrönten Filmen „Andri 1924-1944“ und „Der Kärntner spricht Deutsch“ präsentiert Andrina Mračnikar nun ihren aktuellen Kurzspielfilm „Die Wand ist abgerissen“ (mit Gerti Drassl), bei dem die Unterschiede zwischen „gespielter“ und „echter“ Realität zusehends verschwimmen. In der Kurzdokumentarfilm- Premiere „Gastarbeijteri back home“, gedreht in Slowenien von Stefan Kreuzer, Nino Leitner und der Klagenfurterin Nataša Sienčnik, schildern (meist aus Deutschland) heimgekehrte slowenische „Gastarbeiter“ ihre teils schmerzvollen Erfahrungen.

Kunst–Trailer. Auch für den diesjährigen Trailer des Filmfestivals, stroboscopic noise~ fragment, zeichnet mit Manuel Knapp ein Kärntner (und einer der Gewinner des DIAGONALE-Preises ‚Innovatives Kino’ 2007) verantwortlich, einer minimalistisch gehaltenen Studie über die weiße Linie im schwarzen Raum, die im Kunsthaus Graz präsentiert wurde. JH/BB

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