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Kann Kunst Frieden stiften?

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Kann Kunst Frieden stiften?

geschrieben am 10.04.2015 12:35

Die aktuelle Ausgabe der Kulturzeitschrift DIE BRUECKE befasst sich mit dem Thema „Pazifismus und Kunst“ – Friedensforscher und Kunstschaffende kommen zu Wort.

Angesichts immer radikalerer Gewalttaten, die die zivilisierte Welt erschüttern, widmet sich die aktuelle Ausgabe der Kulturzeitschrift des Landes Kärnten „Die Bruecke“ dem Pazifismus und der Frage, wie sich dieses Thema in Kunst und Kultur wiederfindet.

Den Artikeln zum Schwerpunktthema im April und Mai vorangestellt sind zwei spannende Positionen, die die Frage „Kann Kunst Frieden stiften?“ behandeln. Einerseits kommt die Friedensforscherin Bettina Gruber zu Wort und andererseits nimmt der bekannte Schriftsteller Dževad Karahasan dazu Stellung, in dem er das Gespräch zur Kunst macht.

In seinem Überblicksartikel definiert Werner Wintersteiner, Leiter des Zentrums für Friedensforschung und Friedenspädagogik an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt, den Begriff des Pazifismus, beschreibt die historische Entwicklung und kommt zu dem Schluss: „Die Zukunft gehört dem Pazifismus“! Welche große Relevanz dieses Thema in vielen Bereichen hat, zeigen die speziellen Beiträge zu Tanz, Musik, Film oder Literatur. Dabei wird zum Beispiel „der stille Stand“, ein Phänomen des Tanzes und des friedlichen Protestes, geschildert, aber auch Fragen erörtert, wie: „Muss man blind sein, um menschlich zu handeln?“, oder jene, „ob böse Menschen keine Lieder haben“.

In der Rubrik Aus.der.Sammlung wird eine Friedenspfeife aus dem Weltmuseum Wien vorgestellt. Dieser Name wurde den Tabakpfeifen der nordamerikanischen Indianer gegeben, weil das Rauchen am Ende von Friedensverhandlungen als betont zeremonieller Akt gesetzt wurde. Weiters werden in dieser Doppelnummer bei „Die Wiederkehr der Steine“ und „Armenian Spirit“ an historische Gräueltaten und Verbrechen erinnert sowie Beispiele dazu gegeben, für die künstlerische Aufarbeitung kollektiven Schreckens.

Neben der Schilderung cineastischer Höhepunkte der heurigen „Diagonale“ und des Triest-Filmfestivals wird auch die Jahres-Ausstellung „Wege durchs Land“ im Werner Berg Museum vorgestellt, in der die zentrale Bedeutung, die der Kontakt mit der Kärntner Volkskultur für den Künstler Werner Berg hatte, im Mittelpunkt des Interesses steht. Außerdem wird über gelungene Beispiele der musikalischen Jugendarbeit und Nachwuchsförderung wie durch die neue Orchesterakademie und das KSO berichtet.

Für die Vorlese.Prvo Branje in der Doppel-Bruecke hat eigens die aus Kenya stammende PEN-Club Austria-Autorin Philo Ikonya einen Text verfasst. Sie liest im Rahmen des Denkraum.Fresach bei den heurigen Europäischen Toleranzgesprächen (21. bis 23. Mai 2015) aus ihren Werken. Die Musik- und Buch-Tipps geben Einblick in Neuerscheinungen, unter anderem auch zum Schwerpunktthema.

Die Horizonte und die umfangreich aufgelisteten Kulturtermine bieten die gewohnte Bruecke-Servicequalität und verschaffen einen guten Einblick in das kulturelle Leben.

Rückfragehinweis: Unterabteilung Kunst und Kultur
Redaktion: Mag.a Erika Napetschnig

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