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Klangspiele in Ossiach <BR>

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Klangspiele in Ossiach <BR>

geschrieben am 31.08.2009 16:22

Musiker aus aller Welt machen die neuen Akademien in Ossiach und Hüttenberg zu einem globalen Spielplatz für alle künstlerischen Bereiche. Symposien bereichern den Kulturplatz.

Die Carinthische Musik- und die Orchester-Akademie Ossiach (CMA/OAO) bieten jungen Musikern neue Möglichkeiten – wie auch das Jugendsinfonieorchester des Landesmusikschulwerkes. Dir. Barbara Ladstätter gratulierte Projektleiter Stephan Kühne beim ersten Konzert im Konzerthaus Klagenfurt, wo Maximilian Khevenhüller Griegs Klavierkonzert spielte.


Ein Teil der 40 Studienplätze ist inoffiziell bereits vergeben, Bewerbungen kommen aus der ganzen Welt. Mit 1. September 2009 nimmt die Orchesterakademie Ossiach (OAO) ihren Betrieb auf. Das Musikzentrum Knappenberg läuft bereits mit Erfolg, so dessen Leiter Josef Ofner. Im Jahr 2008 wurden 67 Veranstaltungen mit rund 8000 Besuchern durchgeführt. Auch heuer sei hervorragend gebucht. Dieser Erfolg übertrifft all unsere Erwartungen, so der Kulturreferent LR Harald Dobernig.

Neidvoll angefochten, haben Michael Fendre und sein Team „ad libitum“ das OAO-Konzept eine Weiterbildungsplattform für bereits ausgebildete Musiker aufzubauen durchgesetzt. Mit der künstlerischen Leitung durch Wiener Philharmoniker- Vorstand Clemens Hellberg gibt es Qualitätssicherung auf höchstem Niveau. Jedes Orchester, das Absolventen der OAO engagiert, kann sicher sein, dass es sich um hervorragende und in allen Belangen des Orchesterspiels versierte Musiker handelt, betont auch Gerald Schubert, der bei den Philharmonikern für die Nachwuchsarbeit zuständig ist und schon seit langem anregte, eine Orchesterakademie diesen Ranges zu schaffen. Den Rahmen und die technische wie räumliche Infrastruktur dazu bietet die Musikakademie Ossiach unter der Leitung von Marion Rothschopf. Um Kärnten als neues Zentrum der Musik zu positionieren hat die Kulturabteilung des Landes allein in Ossiach und in Knappenberg rund 13,5 Millionen Euro investiert.

Die Grundidee geht davon aus, dass es für junge ausgebildete Musiker schwer ist, sich in der Orchester-Praxis zu erproben. Daher richtet sich die neue Akademie in Ossiach an Studenten, die ihre Ausbildung schon abgeschlossen haben, oder zumindest sich im zweiten Studienabschnitt befinden (Altersgrenze der Studenten: 26 Jahre). Bewerben kann sich jeder jederzeit mit jedem Orchesterinstrument. Das Prozedere: Man erfragt bei der OAO ein musikalisches Pflichtstück, das zu einem hohem Prozentsatz aus Wolfgang Amadeus Mozarts Werk stammen wird, erwählt ein weiteres Stück und nimmt beides auf ein Video auf. Diese Präsentation wird in der OAO von einer Jury, bestehend aus Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, bewertet. Allein das zu bewältigende Datenvolumen, das bei 40 Stipendiaten à 15 Minuten Musikvideo zu bewältigen ist, scheint eine verwaltungstechnische Höchstleistung zu werden. Derzeit wird auch überlegt, ob man nicht auch das Publikum in die Bewertung mit einbinden könnte, so Fendre. Entsprechen das Niveau und die Darbietung wird man zum Probespiel oder zu einem Probeworkshop eingeladen, wofür es wiederum Stipendien gibt (www.oao.at).

Die Inhalte der Ausbildung werden von den Mitgliedern der Wiener Philharmoniker bestimmt. Neben Einzelunterricht werden auch jegliche Formen von Kammermusik, die Erarbeitung von erweiterten Konzert- und Opernrepertoires und Probespielseminare und -simulationen angeboten. Die jungen Musiker werden auch teilweise in die Arbeit des berühmten Orchesters einbezogen – und – da hat Kärnten wirklich Glück: Als eigenständiger musikalischer Klangkörper werden die Studenten auch im neuen Alban Berg- Konzertsaal auftreten. Umgeben von stilvoller Architektur, neu wie alt, wird Inspiration geatmet, der Blick staunend geführt (www.cma-musikakademie.at).

Jugendsinfonieorchester. Doch bestens ausgebildete Musiker fallen bekanntlich nicht vom Himmel. Meist entdecken Eltern oder Lehrer das eine oder andere musikalische Talent und fördern es. Daher ist es ein wahrer Segen, dass es immer professionellere Angebote der Ausbildung schon von Kindesbeinen an gibt. Derzeit, so Barbara Ladstätter, Leiterin des Musikschulwerks, lernen 19.000 Kärntner Kinder bei 512 Lehrern ein Instrument. Dem steigenden Niveau der jugendlichen Künstler wurde auch mit dem Aufbau eines Jugendsinfonieorchesters unter der Leitung von Komponist und Musiker Stephan Kühne Rechnung getragen. Pro Schuljahr sind sinfonische Orchesterwerke und auch Musiktheaterprojekte geplant. Der tolle Effekt dabei ist, dass Jugendliche gerne in ein Konzert gehen, das Altersgenossen geben, und bekanntlich werden aus kleinen Leuten auch mal große Konzertbesucher. Egal ob aktiv oder passiv – eine fundierte Ausbildungsbasis hilft immer dabei, Niveau und Können zu genießen aber auch zu beurteilen. Christina Jonke

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