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Kompositions - Zeichen

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Kompositions - Zeichen

geschrieben am 24.10.2013 12:12

LH Kaiser und Kulturreferent LR Waldner setzen mit der Vergabe des ersten Internationalen Fheodoroff Kompositionspreises an Yevgen Gembik ein musikalisches Ausrufezeichen. Der vielseitige Musiker wiederum bewies mit seinem Werk, dass es sich lohnt einen Brückenschlag der zeitgenössischen Musik zwischen heute und morgen zu fördern.

Erster Internationaler Fheodoroff Kompositionspreis verliehen

Uraufführung beim Carinthischen Sommer 2014 - LH Kaiser und LR Waldner: Zeichen zur Förderung zeitgenössischer Musik

Der erste Charakter des Internationalen Nikolaus Fheodoroff Kompositionspreises stammt aus der Ukraine und heißt Yevgen Gembik. In Würdigung des 2011 verstorbenen Komponisten vergab das Land Kärnten erstmals diesen Preis, der diesmal in der Kategorie „Vokalmusik“ ausgeschrieben wurde. Der österreichische Staatsbürger lebt in Wien als Komponist, Sänger und (Jazz)Musiker. Gembik wurde aus insgesamt 52 Einreichungen aus 17 Nationen von einer Fachjury gekürt.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde im Mozartsaal des Konzerthauses Klagenfurt von LH Peter Kaiser und Kulturlandesrat Wolfgang Waldner feierlich überreicht. Beide dankten der Jury sowie der Familie Fheodoroff. Diese dauerhafte Einrichtung soll dem hohen Andenken gerecht werden, sagte der Landeshauptmann. Er erinnerte an persönliche Begegnungen mit seinem ehemaligen Lehrer in Ossiach, wo dieser auch rhetorisch meisterhaft eine Lanze für Kunst und Kultur gebrochen habe. LR Waldner sprach die mit dem Preis verbundene Anerkennung und Würdigung des Musikschaffens sowohl von Fheodoroff als auch von Gembik aus. Es gehe darum, damit Komponisten zu fördern, die Akzeptanz für zeitgenössische Musik in der Bevölkerung zu stärken und einen wertvollen Beitrag für den internationalen Kulturaustausch zu leisten.

Das preisgekrönte Werk von Gembik mit dem Titel „Die Erkenntnis Gottes“ werde im Rahmen des Carinthischen Sommers 2014 in der Stiftskirche Ossiach uraufgeführt werden, gab Jurymitglied Thomas Daniel Schlee als Intendant bekannt. Thomas Fheodoroff werde dabei musikalisch mitwirken. Gembiks Werk sei überaus eindrucksvoll und bilde eine Brücke zwischen Erinnerung und Gegenwart, so Schlee. In der Jury des Kompositionspreises sind weiters Tochter Elisabeth Schonefeld-Fheodoroff, Professorin am Konse für Klavier, Sohn Thomas, Professor für Violine an der Wiener Musikuniversität, die Musikwissenschafterin und CSObfrau Walburga Litschauer sowie der Komponist und Dirigent Prof. Bruno Strobl.

Anlässlich der Verleihung wurden zwei Musikstücke aufgeführt. So waren Prof. Fheodoroffs „Reminiszenzen“ zu hören, interpretiert von Elena Denisova (Violine), Adalbert Skocic (Cello) und Alexei Kornienko (Klavier). Vom Preisträger wurde sein Werk „Charaktere“ aufgeführt, Gembik war der „Bass-Bariton“ und Petar Brcarevic spielte am Kontrabass. Für die ungewöhnlich ausdrucksstarke Aufführung gab es starken Applaus.

BB


Yevgen Gembik, geb. am 22. März 1966 in Luzk (Ukraine), absolvierte dort das Konse (Violine), dann an der Tschaikowski-Musikakademie in Kiew eine Ausbildung in den Fächern Komposition, Arrangement und Improvisation sowie von 2000 bis 2007 an der Kunstuniversität Graz im Fach Komposition bei Univ.-Prof. Beat Furrer. Parallel dazu studierte er am Fux-Konservatorium das Fach Gesang. Er war u. a. Sänger in der Kiewer Philharmonie, Mitglied des Arnold-Schönberg-Chores, der Konzertvereinigung des Wiener Staatsopernchores und bei den Salzburger Festspielen.

Nikolaus Fheodoroff (geb. 1931 in Villach; gest. 2011 in Klagenfurt) war Komponist, Dirigent, Pianist und Tonmeister. Er erhielt für seine Leistungen und Verdienste zahlreiche Auszeichnungen. So war er u.a. Lektor für Kirchenmusik der Diözese Gurk und musikalischer Leiter des ORF-Landesstudios in Kärnten und von 1967 bis 1991 des ORF-Kammerorchesters. Er wirkte als Konsulent des Österreichischen Komponistenbundes und Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik. Von 1980 bis 2010 war er CS-Obmann.

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