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Kultur gestaltet Zukunft

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Kultur gestaltet Zukunft

geschrieben am 01.09.2014 09:16

Unter dem Motto Vergangenheit verstehen – Zukunft gestalten/Preteklost razumeti – Prihodnost oblikovati veranstaltet das Land Kärnten 2014 eine Veranstaltungsreihe mit Ausstellung, Diskussionsforum, Gedenkenquete sowie Volksgruppenkongress. Denn kulturelle Maßnahmen können helfen, aus Leid und Elend Auswege für die Zukunft zu finden.

Vergangenheit verstehen – Zukunft gestalten

Preteklost razumeti – Prihodnost oblikovati: Erinnerungsschwerpunkt des Landes Kärnten zum Gedenkjahr 1914/2014

Unsere Groß- und Urgroßeltern haben den Ersten Weltkrieg erlebt und erlitten. Heuer begehen wir nicht nur den 25. Jahrestag des Falles der Berliner Mauer und den 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges, sondern auch den 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges. Welche Bedeutung hatte der Erste Weltkrieg für die Staaten und Länder Europas, für die Menschen und auch für die eigene Familie? Wie hängen Erster und Zweiter Weltkrieg zusammen, welche Lehren ziehen wir daraus und welche Herausforderungen stellen sich dadurch heute? Ist die EU als Friedensprojekt gefestigt und was muss getan werden, dass sie sich zum Wohle aller Menschen weiterentwickelt? Haben wir in Kärnten Modelle und Erfahrungen in Bezug auf Zwei-und Mehrsprachigkeit als Wettbewerbsvorteil und können wir miteinander und voneinander lernen?

Mit einer Reihe von Veranstaltungen setzt das Land Kärnten einen Erinnerungsschwerpunkt im Gedenken an 100 Jahre Beginn des Ersten Weltkrieges, der oft als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird. Unter dem Motto Vergangenheit verstehen – Zukunft gestalten/ Preteklost razumeti – Prihodnost oblikovati wird ein historisch-politischer Themenbogen vom Vorabend des Ersten Weltkriegs bis zur Gegenwart gespannt.

Den Auftakt bilden zwei Veranstaltungen am 29. September. Im Rahmen der Podiumsdiskussion Blickpunkt Balkan: Vom Pulverfass zu einer Chance für Europa werden unter besonderer Berücksichtigung des Balkanraums und ausgehend von dem Ort, an dem das folgenschwere Attentat auf den österreichischen Thronfolger verübt wurde, die historischen Katastrophen und europaweiten Entwicklungen in den 100 Jahren seit Beginn des Ersten Weltkriegs thematisiert sowie Zukunftsperspektiven aus gesamteuropäischer Sicht aufgezeigt. Unter der Leitung von ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz diskutieren Landeshauptmann Peter Kaiser, Botschafter Wolfgang Petritsch und die Historiker Helmut Konrad und Alma Hannig im Konzerthaus Klagenfurt. Im Anschluss wird die Fotoausstellung Auf der Suche nach Atlantis. Bosnien und Herzegowina 1888 – 2008 mit Fotografien von Raimund Stillfried und Max Aufischer im Verwaltungszentrum des Landes Kärnten eröffnet.

Am nächsten Tag soll eine Gedenkenquete im Kärntner Landesarchiv an das unsägliche Leid und Elend und die verheerenden Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf das „kurze 20. Jahrhundert“ (Eric Hobsbawm) erinnern und Schlussfolgerungen ermöglichen, die über persönliche Zugänge des Gedenkens zu einem zukunftsorientierten, generationsübergreifenden und Frieden stiftenden Dialog in Kärnten beitragen. Nach der Eröffnung durch LH Kaiser werden sich die Vorsitzende des Bundesrates Ana Blatnik, Archivdirektor Wilhelm Wadl sowie der Richter und Buchautor Janko Ferk zu Wort melden. Anschließend wollen Schüler und Schülerinnen im Podiumsgespräch Generationen im Dialog gemeinsam mit den zwei maßgeblichen Vertretern der Konsensgruppe Marjan Sturm und Josef Feldner Kärnten neu gedenken. Als Grundlage dienen die Beiträge der vier Jugendlichen beim diesjährigen Landesjugendredewettbewerb. Kommentiert wird das Podiumsgespräch vom Historiker Peter Fritz. Durch das Programm führt ORF-Redakteurin Katja Gasser in deutscher und slowenischer Sprache.

Am 1. Oktober findet der XXV. Europäische Volksgruppenkongress des Landes Kärnten zum Thema Mit Bildung und Kultur die Zukunft gestalten im Casineum in Velden statt. Ziel des Volksgruppenkongresses ist es der Frage nachzugehen, inwieweit Bildung und Kulturarbeit elementar zur Prägung moderner Gesellschaften beitragen und dabei auch ganz wesentlichen Einfluss auf die Stärkung der Identitäten und die Existenzsicherung von Volksgruppen ausüben. Wer einen Blick in die Zukunft richten und diese gestalten will, wird dies nicht ohne Verständnis der Vergangenheit tun können. Daraus ergibt sich der inhaltliche Rahmen des 25. Kongresses. Im Hinblick auf den Volksgruppenaspekt soll der Beginn des 21. Jahrhunderts einer Bewertung unterzogen und historische und rechtliche, kulturelle und bildungspolitische Aspekte u.a. in Bezug auf ihre Bedeutung für junge Menschen aber auch generationenübergreifend beleuchtet werden. Dazu werden allgemeine Überlegungen anzustellen, europäische Fallbeispiele vorzustellen und Zukunftsperspektiven zu diskutieren sein. Neben dem Keynote Speaker ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wird auch der Direktor des Weltkulturmuseums in Göteborg Karl Magnusson zu hören sein.

Peter Karpf / Werner Platzer

Blickpunkt Balkan: Vom Pulverfass zu einer Chance für Europa
Podiumsdiskussion, 29. September, 18 Uhr, Konzerthaus Klagenfurt
Auf der Suche nach Atlantis. Bosnien und Herzegowina 1888 – 2008
Ausstellung mit Fotografien von Raimund Stillfried und Max Aufischer
Vernissage, 29. September, 20 Uhr, Verwaltungszentrum des Landes Kärnten

100 Jahre Beginn des Ersten Weltkrieges
Gedenkenquete, 30. September, 9 Uhr, Kärntner Landesarchiv

Mit Bildung und Kultur die Zukunft gestalten
XXV. Europäischer Volksgruppenkongress des Landes Kärnten
1. Oktober, 8.30 – 20 Uhr, Casineum Velden
Tel.: +43(0)50 536 10152, www.volksgruppenbuero.at

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