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Kultursommer in Kärnten

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Kultursommer in Kärnten

geschrieben am 08.06.2011 09:21

Doppelbrücke zum Sommerbeginn

Zahlreiche Jubiläen (Gustav Mahler, Musikforum), Filmfestivals, Musik-, Theater- und Literaturveranstaltungen sowie künstlerische Positionen eröffnen diesen Kultursommer.

„Mein ganzes Leben ist ein großes Heimweh“
Das sagte der Komponist Gustav Mahler über sich selbst. Die BRUECKE möchte dieses Heimweh mit Themen ausfüllen – und so findet man zahlreiche kulturelle Heimaten im Sommer – von Musikfesten über literarische Offenbarungen bis zum Kino unter freiem Himmel.

Auf der Suche nach einer Heimat kam Mahler immer wieder an den Wörthersee um die landschaftlichen Reize zu genießen und sich vom Ambiente inspirieren zu lassen. Genau ein Jahr nach dem Schwerpunkt zum 150. Geburtstag des Komponisten hat die BRUECKE mit seinem 100. Todestag ein weiteres Jubiläum im Blickpunkt. Zumal das Musikforum Viktring nach 25 Jahren als Ort der Begegnung und Vielfalt seine musikalischen Traditionen mit dem Festival „Mahler Contemporary“ auf verschiedene künstlerische Arten weitergibt.

Während man über solche Veranstaltungen glücklich sein kann, soll man auch das Unglück nicht vergessen. In einem Gespräch zwischen Wolfgang Walkensteiner und Wolfgang Koch erfährt man „wie wir die Welt abtragen“. In Walkensteiners Zyklen spiegelt sich der Blick für Katastrophen und Unglücke. „Die Wege zur Abstraktion“ öffnen sich im Lebenswerk des Malers, Kunstsammlers und Schlossherren Carlo Kos, der in Tentschach seine künstlerische Bildsprache präsentiert. Das Ringen um die Vollkommenheit im Kunstwerk kann einen langen Weg bedeuten. Doch die beiden Künstler Hans Staudacher und Bela Szakats scheinen diesen mit der Reise vom Akt bis zur Abstraktion in der Galerie 3 gefunden zu haben. Der richtige Weg um nachhaltige Kunst zu erlangen ist der die Kultur zu fördern. Beispielhaft sind hier die Ktn. Sparkasse mit ihrem Engagement für das Komödientheater auf dem Schloss Porcia und den „Carinthischen Sommer“ in Ossiach, die Kelag oder Villiglas.

Appetit zum Kunstgenuss kann aber auch durch kulinarische Besonderheiten wie in Kochbüchern (Gerd Wolfgang Sievers) oder experimentellen Arbeiten (Eva Schlegel) erweckt werden. Auf den Geschmack kommen kann man ebenso mit der Wissenschaft als Sprache um über Form und Freiheit im Sprachgebrauch mehr zu erfahren. Oder mit den Buch- und Musiktipps, die für diesen Sommer Kärnten, Poesie und die Liebe zur Literatur zusammenbringen. Der mehrfache Bachmannpreisträger Peter Wawerzinek eroberte die Herzen der heimischen Literaturfreunde bereits 1991 in Klagenfurt. Der neue Stadtschreiber befindet sich erst am Anfang seiner literarischen Reise, erklärt der deutsche Autor in der Vorlese der Juni/Juli-Ausgabe mit „Ich bin noch gar nicht am Koffer auspacken“. Vielleicht macht er von Klagenfurt aus sogar einen Abstecher nach Dalmatien, wo er die Ritter von Sinj und ihre Alka aufsucht.

Ebenfalls in den Süden führt den Leser der Musikteil der BRUECKE. Innerhalb von 62 Tagen haben sich in Oberitalien und Slowenien Weltstars wie Bon Jovi, Coldplay, Seal oder Elton John angesagt. Auch in Kärnten herrscht rund um den Wörthersee mit Stars wie Herbert Grönemeyer, Shaggy, Zucchero oder Joe Cocker ein dichter musikalischer Verkehr. Längst aus dem Schatten der bekannten Musikfestivals ist das „Acoustic Lakeside“ getreten. Mit Clara Luzia, Effi, Peter&the Pirates oder den Subways strahlt die Sonne noch intensiver auf das Südkärntner Festival. Ein Thema ist auch die Landesausstellung „Glaubwürdig bleiben“ in Fresach. Dort kreuzen sich die Wege der Schauspielerin Jutta Fastian, der Band „Naked Lunch“ und des Ausnahmekünstlers Sir Tralala (Musiker und Schauspieler).

Auf Schloss Damtschach nimmt sich der Sommer dieses Mal der Herausforderung an, die Fledermaus einzufangen und einen Dialog zwischen Barock und Jazz herzustellen. Einen ähnlichen Zauber findet sich in der Stimme und Gestalt der Kärntner Sängerin/Schauspielerin Maria Weiss wieder. Wiederfinden kann man aber auch „Die Taube auf dem Dach“, einen zuletzt verschollenen Film von Iris Gusner, in den Kinowelten der BRUECKE. Oder man sucht sich einfach einen schönen Platz wie das „K3 Kurzfilmfestival“ in Villach und Udine für sein Kinovergnügen aus. Den Brückenschlag vom Kino zur klassischen Musik kann man in der Burg in Klagenfurt erleben. Einen Standpunkt einnehmen und Position beziehen sollte man in Bezug auf den Tanz in Kärnten. Dabei ist es wichtig vor allem die Jugend zu begeistern, wie es anhand von Workshops im Blue Cube in Klagenfurt gelingt oder durch ein Bauhaus (Cafe) Projekt der Klagenfurter Waldorfschule bereits geschehen ist.


Information: DIE BRUECKE - kaernten.kunst.kultur
Redaktion: Michael Herzog/Günther M. Trauhsnig
Web: www.bruecke.ktn.gv.at

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