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Lebensfreude Tanz

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Lebensfreude Tanz

geschrieben am 31.03.2010 10:25

Egal ob „Wasser.Kraft“ oder „Lebens.Tanz“, stets findet die Allround-Künstlerin Marina Koraimann ihr eigenes Stück auf der Bühne. Wie Tanztheater als gesellschaftliche Therapieform aussehen könnte, verrät die Künstlerin in der Bruecke-Tanzserie.

Malerei, Tanz und Therapie sind die beruflichen Eckpunkte im bewegten Leben von Marina Koraimann, die nach der Matura ihre Klagenfurter Heimat Richtung Linz verließ: Zunächst zum Studium der Informatik. Bald aber entdeckte sie dort die Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung, an der sie die Textil-Meisterklasse mit Schwerpunkt Malerei und Zeichnung mit Auszeichnung absolvierte. Und weil seit ihren ersten Schritten in der Klagenfurter Ballettschule von Regina Kestlova, später auch bei Ingrid Nyssönen, Tanz zu ihrem Leben gehörte, „stieg“ sie parallel zum Studium an der Kunstuniversität in die Ausbildung für künstlerischen Tanz und Tanzpädagogik der im Jahr 2000 verstorbenen Tanzpionierin Erika Gangl ein. Und wurde „entdeckt“: „ Ich kam gleich in Aufführungen hinein.“ Damit war die Karriere der heute 43-Jährigen als vielseitige und kreative Künstlerin vorgegeben.

Spartenübergreifendes Arbeiten mit Schwerpunkt Tanz und Choreografie wurde Marina Koraimanns Lebensinhalt. Die ständige Weiterbildung bei international renommierten Dozenten wie dem japanischen Bildhauer, Tänzer und Choreografen Saburo Teshigawara, erfolgreiche Ausstellungen, Engagements und eigene Bühnenproduktionen machen die Mutter eines Sohnes und einer Tochter zur außergewöhnlichen Persönlichkeit der österreichischen Kreativszene. Die zum Glück manchmal aus ihrer Linzer Wahlheimat auch zu ihren „Wurzeln“, also nach Kärnten zurückfindet. Wie vor drei Jahren zur Eröffnung von „WasserKraft“ im Rahmen der Erlebnisreise „Kaernten wasser. reich“. Oder vor wenigen Tagen, am 31. März, in den Klagenfurter Dom mit der Tanzperformance „Lebens.Tanz“, auf drei Bühnen vor dem „lebendigen“ Fastentuch von Uwe Bressnik (siehe auch März- Bruecke Nr. 105). Oder im Sommer 2010: da ist eine Tanzaktion im Kunsthaus von Werner Hofmeister im Görtschitztal angedacht und resultierend aus ihrer Zusammenarbeit mit der bildenden Künstlerin Lisa Huber wird es eine Performance in ihrem Villacher Atelier geben.

Zur Frage, wo heute der Tanz stehe und wohin er sich entwickeln könnte, meint die Künstlerin: „Tanz ist schon sehr lange international. Schulen und Strömungen haben sich vermischt, von Brasilien bis Schweden. Dabei ist zu beobachten, dass ab einer gewissen professionellen Ebene sich das Formenvokabular angleicht und dass besonders der Ferne Osten mit seinem Energieverständnis und -fluss in den europäischen Tanz Eingang gefunden hat.“ So könne ohne Yogatraining kaum ein Tänzer den heutigen Anforderungen standhalten. „Professioneller Tanz ist mit Hochleistungssport vergleichbar, obwohl das meis tens nicht gesehen wird.“ Sie selbst hatte bereits einen schweren Unfall, lernte in der Rehabilitation die Trainings- und Therapieformen „Spiraldynamik“ und „Gyrokinesis“ kennen, die sie heute professionell praktiziert. Und das klassische Ballett? „Ist wichtig auch für moderne Tänzer als Basis, für die Koordination. Es sollte vom Bildungssystem selbstverständlich angeboten werden, wie überhaupt mehr Bewegung, auch im Kindergarten, in der Schule – die Gesellschaft hätte viele Probleme weniger.
Andrea Hein


„nomen nescio“
von Marina Koraiman, Ulrike Hager
und Franz Durst.
24. April, 20 Uhr
Posthof Linz – Zeitkultur am Hafen

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