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Musik ist die beste Medizin

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Musik ist die beste Medizin

geschrieben am 02.10.2015 15:18

Seit über 40 Jahren prägt der Gitarrist, Sänger und Songwriter Norbert Eipeltauer
die Kärntner Musikszene – als Musiker sowie als Gitarrenlehrer.

„Die beste Medizin für und gegen alles“

Der Antrieb, Gitarre zu lernen war in Wahrheit der Film ,A Hard Day’s Night‘ von und mit den Beatles, wo die Mädels reihenweise umfallen, sobald die Vier irgendwo auftauchen, schmunzelt der gebürtige Meidlinger Norbert Eipeltauer (Meidling = 12. Wiener Gemeindebezirk). Ebenfalls noch in den 1960er-Jahren war es, als er die Wiener Gitarrenlegende Karl Ratzer zum ersten Mal spielen sah und endgültig beschloss, das Instrument beherrschen zu wollen: Da haben die Mädels zwar nicht gekreischt, aber er war trotzdem der Hero.

Begonnen hat’s dann wie bei so vielen – autodidakt, mit Blues und einem Freund im Keller. Der Schritt vom Probenkeller auf die Bühnen erfolgte Anfang der Siebzigerjahre bei einer Österreich-Tournee mit der Band „Virgin“ und damit auch der erste Schritt in Richtung Kärnten, denn Kärnten war die Endstation der Tour. Danach spielte er, immer noch in Wien, mit einer Kärntner Rocklegende: Der Triebnig Hanse war mit der Band ,Shades‘ auf dem besten Weg Karrierre zu machen und gehörte mit seinem zweiten Projekt ,Dr. Triebnigs Intensivstation‘ zu den Protagonisten des Austro- bzw. Dialektpop. Bei einem Auftritt in der Alten Schmiede in Wien war der Autor und Journalist Günther Brödl im Publikum und wollte uns bzw. den Hans Triebnig für sein Ostbahn-Kurti-Projekt gewinnen. Der Hanse hat allerdings abgewunken und sich nach Italien verabschiedet. (Anm.: Die Anfrage Brödls kam etwa zehn Jahre bevor Willi Resetarits die Kunstfigur Ostbahn zum Leben erweckte)

Übersiedelung nach Kärnten. 1974 entschied Eipeltauer, die Großstadt zu verlassen und sich dem „Kunstkollektiv Mieger“ rund um den „Wörtherseemandl“- Schöpfer Heinz Goll anzuschließen. Mir hat’s hier einfach besser gefallen, die Mädls, die Seen… Die erste Band in Kärnten war ein kroatisches Tamburizza-Orchester, der erste Job Straßenverkäufer für eine Tageszeitung, das musikalische Talent ließ er am Kärntner Jazzkonservatorium veredeln.

Jazzrock. Nach den Erfahrungen mit den eigenen Bands und Sessions mit Harry Stojka, Hansi Lang, Hallucination Company und vielen mehr kippte Eipeltauer 1980 in den Jazzrock, gemeinsam mit dem Saxofonisten Sunki Taubmann und den Bands „Waves“ und „Waves Again“. Wir spielten im Vorprogramm von Superstars wie Gianna Nannini oder Roger Chapman und hatten sogar eine eigene Ö3-Live-Sendung, sowas gab’s damals noch.

Back to Blues.
Sozusagen „back to the roots“ ging es dann 1983, als Eipeltauer den Schlagzeuger Reinhold Habernig traf, der kurz davor die „Bluesbreakers“ gründete und Eipeltauer als zweiten Gitarristen in die Band holte. Für die Jungen war der Blues damals etwas Neues und die Alten sagten, endlich wieder Blues, erklärt Eipeltauer den raschen Erfolg der Band. Zwölf Jahre lang prägte Eipeltauer auf Bühnen und Tonträgern den Sound der Bluesbreakers und die Bluesbreakers das Leben Eipeltauers.

Eipeltower. „Ghostriders“, unter anderem mit dem späteren Bluesbreakers- Schlagzeuger Helmut Spreitzer und dem britischen Sänger Rob Trainor, war danach ein eher kurzes Intermezzo, dem 1997 die Gründung der Formation „Eipeltower“ folgte, die bis heute – in wechselnden Besetzungen – Bestand hat. Daneben spielte er in den ersten drei Jahren des neuen Jahrtausends mit der Band „Black & White“, gründete 2003 die Band „Löwenherz“, u. a. mit dem „Drahdiwaberl“- Bassisten Fredi Petz (bis 2006), und 2005 das Projekt „Flowerpower Eipeltower“ sowie das Trio „Norbi @ Orbi“ als „schnelle Eingreiftruppe“.

Das quasi bürgerliche Standbein Eipeltauers ist der Gitarrenunterricht am „Modern Music College“ in St. Veit. Das Wichtigste ist, eine persönliche Beziehung aufzubauen, dann funktioniert der Unterricht, egal ob der Schüler sieben oder 63 Jahre alt ist, wie mein jüngster und mein ältester Schüler. Es geht um den Spaß, den man beim Musikmachen hat und um die Gesundheit, denn ich weiß, dass die Musik die beste Medizin für und gegen alles ist.

Christian Lehner



www.kultur-arbeiter.at

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