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Norwegen.Heute

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Norwegen.Heute

geschrieben am 01.10.2008 09:50

Die norwegische Kulturhauptstadt Stavanger lockt die Besucher mit einem breiten Spektrum aus Kunst, Kultur und Natur. Ein Abstecher mit der Brücke bringt nicht nur unvergessliche Eindrücke, sondern auch bleibende Erinnerungen.

Auch für (kulturell) hoch gebildete und aufmerksame Beobachter bleibt es zuweilen ein Geheimnis, wer sich heuer zur europäischen Kulturhauptstadt aufgeschwungen hat. Sie staunen zumeist, wenn sie von Stavanger 2008 (neben Liverpool) erfahren. Dabei hat die Stadt im Südwesten Norwegens neben Natur einiges zu bieten, wie eben diese Auszeichnung beweist. Unter dem Motto Open Port (offener Hafen, offene Tür), zugleich Auftrag und Programm, wurden in der Region 120 Veranstaltungen großer Bandbreite mit Künstlern aus Rogaland und aller Welt geplant, um im Dezember mit einer Reihe von Highlights zum Abschluss zu finden: We Turned on the Light.

Und das Herz geht einem auf, wenn man diese Stadt, die direkt an der Nordsee liegt, rundum von Wasser umgeben ist und witziger- und passenderweise Richtung Britische Insel schaut, erkundet, sich in den Fjorden schiffwärts oder am grünen, alpin anmutenden Festland treiben lässt. Da fühlt man sich wie auf unseren Almen, nur dass ringsum das Meer, bis tief ins Land hinein die Blicke und die Landschaft dominiert. Also nix wie hin: staunen lernen über die Gegebenheiten vor Ort und ihre beeindruckende Kraft. Genau das hat sich auch Mary Miller, die Managerin von Stavanger 08 (eine Stadt in einer Größenordnung von Klagenfurt), zunutze gemacht und beeindruckend „drüber“ gebracht.

Ein Kulturhauptstadt-Konzept, das längerfristig wirken soll und aufging bzw. aufgeht: Die Einbindung der Natur als Schauspiel und die Kooperation mit Kulturträgern der Region. Da wurden nicht einfach sündteure Kulturimporte eingekauft für ein punktuelles Event, das nach einer kurzen Stichflamme wieder erlischt. Zwar wurden internationale Stars zu Anregungen und Auftritten verpflichtet, wie die Tanztruppe Inbal Pinto aus Israel, die Theatergruppe Oskaras Korsunovas aus Litauen, das Muziektheater Transparant aus Belgien oder die Handspring Puppet Company aus Südafrika. Diese bleiben jedoch für einige Zeit und erarbeiten Neuartiges in der Naturkulisse, die sie in der Regel dann mitspielen lassen oder mit einbeziehen wie bei der Weltpremiere des Projekts Bandaloop: Die Truppe aus San Francisco bespielte in einer atemberaubenden Choreographie die bizarren Geröllhänge und steilen zerklüfteten Felsmassive von Gloppedalen. Und noch etwas, das uns speziell beeindruckte: Kinder und Jugendliche wurden immer auch berücksichtigt bzw. die Veranstaltungen nach ihnen ausgerichtet – so dass einem Kulturgenuss für die ganze Familie nichts im Wege steht.

Noch weiter auf dem Programm u. a.: Die 121. Herbstausstellung zeitgenössischer norwegischer Kunst, die sonst immer in Oslo stattfindet, eröffnet am 15. Oktober: Sie wurde 1882 als Protest gegen die Traditionsgeladenheit der Kunst gegründet und ist inzwischen selbst ein Klassiker. Im November findet auch ein Architekturprojekt mit Kärntner Beteiligung seine Präsentation: nonconform bauen dort gemeinsam mit se.arkitekter und mit Unterstützung von Norwegian Wood eine Wohnanlage in Holzbauweise und mit Passivhausstandard.

Oder man begibt sich zu einem einzigartigen Naturschauspiel: Kaum eine Fahrstunde (Fähre nehmen ist hier sowieso obligat) von Stavanger entfernt, wartet einer der absoluten (touristischen) Höhepunkte: der „Predigerstuhl“ (Prekestolen, 700 Meter hoch direkt über dem Lysefjord), der mit seinem atemberaubenden Felsmassiv die Angst vor dem Absturz vor Augen führt und uns direkt ins „norway.today“* führt. Günther M. Trauhsnig

*(Theaterstück, das im Mai 08 am Stadttheater erfolgreich für Aufsehen sorgte – siehe auch September-Brücke oder Nr. 87 Mai, zu Liverpool)
Infos zur Kulturhauptstadt unter
www.stavanger2008.co
www.regionstavanger.com

Anfahrt:
Mit dem (Nacht)Zug bis Bremen (City-Ticket) und dann mit der Straßenbahn ganz unkompliziert zum (kleinen) Flughafen Bremen – von dort fliegt Ryan Air (samt Bus-Shuttle durch Westnorwegen – inkl. Fährfahrt).
www.ryanair.com
oder bequem mit der Welcome Air, etwa ab Graz oder Innsbruck dreimal pro Woche.
www.welcomeair.com

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