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Skulpturen in Seenähe

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Skulpturen in Seenähe

geschrieben am 03.08.2012 07:40

Das Bespielen von Kunst und Kultur im Stift Ossiach führt heuer zu „Sampling – Konzert der Skulpturen“. Objektkunst aus verschiedenen Materialen finden wir auch im Krastal und im Artpark in Velden, wohin man ebenfalls in der Bruecke reisen kann.

Sampling – Skulpturen in und um das Stift Ossiach

Ein Dialog zwischen Kunst und Natur

Ein besonderer Ort in Kärnten, der sich in den letzten Jahren wieder zu einem überregional wahrgenommenen Ort zeitgenössischer Objektkunst und Plastik entwickelt hat, ist Ossiach. Die Attraktivität des Ortes liegt in der einzigartigen Lage des Stifts direkt am See und der Dialogsituation zwischen historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst. Die Präsentation von Skulptur und Objektkunst bildet seit 2008 (k08) in den Sommermonaten in Kooperation und mit der CMA (Carinthischen Musikakademie) einen willkommenen weiteren kulturellen Schwerpunkt in Ossiach. Bei der diesjährigen Ausstellung mit dem Titel „Sampling – Konzert der Skulpturen“ bespielen die Kuratorinnen Silvie Aigner und Ulli Sturm erstmals in größerem Umfang die Außenflächen des Stifts und präsentieren Arbeiten von insgesamt 15 Künstlern.

Im Mittelpunkt steht die zeitgenössische Skulptur, die in der gegenwärtigen Kunstproduktion aus einer Vielzahl von Formen besteht: Von industriellen Halbfertigprodukten über Fundstücke, bis hin zu den „klassischen“ Materialien Metall, Stein, Holz und Bronzeguss. Eine Besonderheit der Präsentation ist die Zusammenstellung von Werken renommierter und junger Künstler aus Österreich. Gemeinsam ist den gezeigten Werken ein künstlerischer Prozess, der sich an Form und Material entzündet und der verdeutlicht wie Kunstschaffende heute den Begriff Skulptur verstehen und dieses Medium für ihre Konzepte verwenden. Mittlerweile ist die bildende Kunst am Ossiacher See erneut etabliert und wird von vielen Besuchern gern angenommen. Für die Aufstellung von Skulpturen rund um das Stift bieten sich beste Bedingungen und Ossiach könnte sich damit nachhaltig einen wichtigen Platz im nationalen zeitgenössischen Sommerausstellungsreigen sichern.

GMT


Kultur in Kärnten. SAMPLING. SKULPTUREN IN STIFT OSSIACH
Bis 09.09.2012

TERMINE FÜHRUNGEN: 5.08. 11.00 K* 17.30; 6., 8., 16., 21., 31.08., 2., 8.09.: 14.30 18.00 Kuratorenführungen K* – Silvie Aigner (9. September 11 Uhr), Ulli Sturm (5. August 11 Uhr)
Treffpunkt: Bei der Schautafel am Westeingang des Stifts (neben dem Restaurant Allegro)
Kontakt: Carinthische Musikakademie GmbH, Tel.+ 43 (0) 4243 45594
Anmeldung ist nicht erforderlich! www.k08.at/sampling

KÜNSTLER/INNEN (www.k08.at):

ALAN CICMAK, *1976 in Stuttgart,
1- Segment, 2012; Corten-Stahl: Die Skulptur basiert auf einem Projekt, das sich auf den Gebäudekomplex „Vision 80“ in Paris, La Defense bezieht. Der Gedanke, den Raum durch -1- Segment neu zu bespielen entpuppt sich in der Anwendung als Praxis, die sich am besten mit dem „Stürzen des Raums“ beschreiben lässt.


JOHANN FEILACHER, *1954 in Villach,
Keil / Zum Keil, 2012; Eiche: Sein bevorzugtes Material ist Holz, das er bis hin zu monumentalen Formaten bearbeitet. Seit 2002 kamen Kombinationen von Holz-Stahl sowie Kunststoff hinzu.


JULIE HAYWARD, *1968 in Salzburg,
SBKT190508, 2010; Krastaler Marmor, Metall:
SBKT bedeutet Steinbruch Krastal, und 190508 ist das Datum, als wir den geeigneten Findling für meine Arbeit gefunden haben.


MARKUS HOFER, *1977 in Haslach,
A perfect way to waste time, 2012; Metallrohre, Spachtelmasse, Farbe:
Das Spiel mit Form- und Sinnanalogien sowie ortsbezogene Eingriffe spielen in seinen Arbeiten eine große Rolle. Er arbeitet mit dem Inventar des funktionalen Alltags wie Metallrohren oder Fundgegenständen. Die angehaltenen Farbtropfen erzwingen einen kurzen Augenblick des Innehaltens und frieren den Augenblick des Geschehens ein.


TOMAS HOKE, *1958 in Wien,
Stimulation, 2012; Edelstahl, Leuchtkugeln:
Bezugnehmend auf die Zirkulation der Energie durch die Stimulierung der Meridiane mittels Akupunktur, unternimmt Tomas Hoke „stimulierende“ Interventionen vor Ort. Fünf überdimensionale Akupunkturnadeln besetzen neuralgische Punkte am Gelände des Stiftes, bilden gedachte Verbindungsachsen und nehmen den Dialog mit anderen Skulpturen auf.


MICHAEL KIENZER, *1962 in Steyr,
Vase, 2009; Aluminiumguss, Alu-Profile:
Das Verhältnis zwischen Gegenstand und Material sowie die Beschäftigung mit den Kategorien von Raum, Zeit und Fläche sind zentrale Themen in seinem Werk. Sein Einsatz von Materialien, Medien und Techniken ist scheinbar immer direkt und unmittelbar; erst auf den zweiten Blick werden Kontextverschiebungen wahrnehmbar.


SYLVIA KUMMER, *1959 in Wien,
Ein Geweih, ein Krickerl und 50 Abwurfstangen, 2012; Hirschgeweih, Krickerl, Hirsch-Abwurfstangen, Wolle, Holz, Eisen:
Die Arbeit verwendet Symbole der Jagd, kehrt jedoch die Rangordnung der Trophäen um und evoziert eine andere Sichtweise der damit verbundenen Zuschreibungen. Die Abwurfstangen bilden die Form einer Blüte, die ihre Schönheit stolz präsentiert, wie auf einem Altar.


HERBERT GOLSER, *1960 in Golling,
Blop_01, 2006; Stahl, Luft:
Er arbeitet mit Stein, Holz und Metall und setzt sie in einen Spannungsbogen mit der Natur oder in einen direkten Bezug zur Landschaft. „Blop_01“ besteht aus verschweißten Metallelementen, die anschließend aufgeblasen wurden. Der jeweilige Luftdruck ist dabei mitverantwortlich für die Entstehung der Form.


MARKUS REDL, *1977 in Klosterneuburg,
Morgen fange ich an, 2011;
Bronze patiniert, vergoldet: Er setzt figurative zeitgenössische Konzepte im Stein und Bronzeguss um. Das visuelle Auftreten entspricht bewusst nicht den ästhetisierenden Zuschreibungen an das Material, lässt seine Skulpturen jedoch dadurch umso prägnanter erscheinen, denn so Redl: Das Banale am Banalen ist trügerisch, da es das Besondere mit sich bringt.


JUDITH SAUPPER, *1975, in Feldkirch,
Echo, 2011; Objekt mit Soundinstallation (von Rupert Huber):
In einem verwilderten, verlassenen Gebäudekomplex hallen die Geräusche und Stimmen von jenen wider, die einst darin gelebt haben: Echo vereint Vergangenes mit dem Zukünftigen. Erinnerungen werden zu momentanen Szenarien; Zukunftsvisionen zu bereits Geschehenem – eine akustische und visuelle Schleife durch Raum und Zeit.


KATARINA SCHMIDL, *1973 Lienz/Heiligenblut,
Rohrkopf_012, 2012; Edelstahlrohre:
Unter Verwendung von industriegefertigten Materialien baut Schmidl ihre skulpturalen Arbeiten. Aus Metall oder Polyethylen haben ihre Objekte und Installationen meist einen formalen Bezug zum eigenen Körper und dessen Strukturen und Funktionen, ohne in gängige Klischees von Ästhetik und Körperkult zu verfallen.


CHRISTINA STARZER, *1982 St. Pölten,
Zuckerbank, 2011; Gusseisen lackiert:
Ihr Spektrum reicht von Zeichnungen, Prétagen bis hin zu raumgreifenden Objekten. Vorgefundene Materialien und Fundstücke, wie das Bankfragment, dienen oft als Ausgangsbasis. Zum Teil sind damit auch auto-biographische Erinnerungen verknüpft oder allgemein Kulturelles.


JOCHEN TRAAR, *1960 Essen (D),
Vertical Garden I, 2010; Aluminiumguss:
Seine Interventionen und Strategische Objekte im öffentlichen Raum zielen auf Prozesse der Bewusstwerdung, Irritation und Wahrnehmung (Peter Noever). Die skulpturale Werkgruppe Vertical Garden, als serielle Transformation von Massenprodukten, ist im Spannungsfeld von Zukunftsvision und Zivilisationskritik angesiedelt.


MARKUS WILFLING, *1966 Innsbruck,
Spiegelkabinett, 2008; Aluminum:
Seine Arbeiten basieren auf einer genauen Beobachtung der gegebenen Wirklichkeit, ihrer Erscheinungen und optischen Qualitäten. Dabei arbeitet er mit Alltagsgegenständen oder industriellen Halbfertigprodukten.


JOHANES ZECHNER, *1953 Klagenfurt,
Retortenfamilie, 2009; Terracotta glasiert:
Ausgehend von einer alchemistischen Flasche, die eine geschlechtliche Genesis beherbergt, gestaltet er eine Vielzahl biomorpher, glasierter Tongefäße, die rot-weiß (männlich-weiblich) gestreift sind und eine eigene Werkgruppe innerhalb seines OEuvres bilden. Zechners Malerei hat in diesen Keramiken einen plastischen Widerpart gefunden.


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