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Wasser.Klänge

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Wasser.Klänge

geschrieben am 02.06.2009 14:47

Das Wasser hat einen besonderen Einfluss auf Klänge und Töne. Die 8. Wörthersee-Classics haben mit Konzerten der beiden Maestros Elena Denisova und Alexej Kornienko qualitativen Überfluss zu bieten – heuer kommen sogar die Berliner Philharmoniker.

Der Kultursommer Kärntens rüstet zum Jahr Eins nach Jörg Haiders Tod. Das „Wörthersee Classics Festival“, jenes Festival, das vom damaligen Kulturreferenten LH Haider 2002 höchstpersönlich ins Leben gerufen wurde, macht den Anfang. Äußerlich ist alles beim Alten geblieben, innerlich auch. Intendantin Elena Denisova ist immer noch Intendantin, Alexej Kornienko immer noch künstlerischer Leiter, das Programm immer noch eine Mischung aus Werken von Komponisten, die mit der Region eng verbunden waren, und Uraufführungen von Auftragswerken, der qualitative Anspruch immer noch alleiniger richtungsweisender Impetus. Im 8. Jahr seines Bestehens behauptet „Wörthersee Classics“ einen fixen Platz in der Kultur Kärntens.

Der eigenen Philosophie folgend, große, namhafte Orchester nach Kärnten zu holen, hat das Management für heuer die Berliner Symphoniker verpflichtet. An zwei Abenden spielt das Orchester, das im Übrigen zum ersten Mal überhaupt in Kärnten zu hören ist, Mahler, Brahms und Tschaikowsky (Auftakt am 17. Juni). Martin Sieghart, langjähriger Leiter des Bruckner- Orchesters und Chefdirigent am Landestheater Linz, eröffnet mit Mahler 9. Symphonie das fünftägige Festival. Mahlers letzte vollendete Symphonie mit einer Spieldauer von ca. 80 Minuten, 1912 nach Mahlers Tod in Wien uraufgeführt, ist ein Meilenstein für jedes Orchester. Todesahnung, geistige Verinnerlichung und etwas, was man am besten mit sphärischer Transzendenz beschreiben kann, prägen dieses gewaltige Werk. Im Konzert am 18. Juni ist Brahms´ Klavierkonzert zu hören – als Solist der amerikanische Pianist armenischer Abstammung, Sergej Babayan, am Dirigentenpult der künstlerische Leiter des Festivals, Alexej Kornienko – ergänzt von einer der bekanntesten romantischen Symphonien aus der russischen Heimat des Dirigenten, von Tschaikowskys 5. Symphonie, seiner Schicksalssymphonie, wie Tschaikowsky in seinem Tagebuch vermerkte. Schicksalhaft ist das Jahr 2009 auch für das „Wörthersee Classics Festival“. In Zeiten weltweiter Rezession sind qualitative Herzeige-Kulturereignisse nicht selbstverständlich. Umso erfreulicher, dass trotz einer Budget-Kürzung im Jahr 2005 die Finanzierung bis 2011 zugesichert ist. Bis dahin – es wäre das 10-jährige Bestehen und zugleich Mahlers 100. Todestag – ist auch die Planung der Intendanz gediehen, die nach dem Jahresmotto „Klassik kennt keine Krise“ davon ausgeht, dass die öffentlichen Förderungen von Stadt und Land von ca. 100.000 Euro sowie die finanziellen Zuwendungen bzw. anderweitige Unterstützungen privater Sponsoren, allen voran Kelag, Kärnten Werbung, Arcotel, Nationalbank – für heuer zusätzlich auch die amerikanische Botschaft –, weiterhin möglich sind.

Quasi allen Endzeit-Szenarien zum Trotz beschließt Intendantin und Geigerin Elena Denisova das heurige „Wörthersee Classics Festival“ mit einem Exklusiv-Ereignis der besonderen Art (Matinee am 21. Juni, 11 Uhr). Auf vier historischen, von der Nationalbank zur Verfügung gestellten Geigen, darunter zwei Stradivaris vom Beginn des 18. Jahrhunderts sowie eine Ruggeri aus dem Jahr 1639, spielt sie Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Jeweils einen Satz auf einer Geige. Gesamter Versicherungswert der Instrumente: 7,2 Millionen Euro. Auch eine Antwort auf die Krise! Ilse Schneider


Wörthersee Classics Festival

17. -21. Juni; Konzerthaus Klagenfurt
Eröffnungskonzert Berliner Symphoniker: Gustav Mahler Symphonie Nr. 9 in D-Dur
18. Juni, Berliner Symphoniker: Johannes Brahms Klavierkonzert Nr. 1 und Peter I.
Tschaikowsky Symphonie Nr. 5 (jeweils 19.30 Uhr)
Abschluss-Matinee 21. Juni (11 Uhr)
Andreas Baksa (Kärntner Sagen Auftragswerk) Edvard Grieg (Suite aus Holbergs Zeit), Antonio Vivaldi (Die Vier Jahreszeiten).
Ausstellung während des Festivals: Alexander Zemlinsky – Sein Leben – sein Werk – im Medienraum Konzerthaus.
Gesamtprogramm auf www.woertherseeclassics.com

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