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Beispielgebende Zusammenarbeit von regionalen Museen in Kärnten

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Beispielgebende Zusammenarbeit von regionalen Museen in Kärnten

geschrieben am 02.11.2016 12:30

01.06.2016
LR Benger: Durch Kooperation Standorte absichern – Evangelisches Diözesanmuseum Fresach, Bunkermuseum Wurzenpass und Museum Nötscher Kreis arbeiten zusammen.

Als erstmalige und beispielgebende Initiative bezeichnete Kulturlandesrat Christian Benger die Kooperation von drei regionalen Museen in Kärnten. Die künftige Zusammenarbeit des Evangelischen Diözesanmuseums Fresach, Bunkermuseums am Wurzenpass und des Museums des Nötscher Kreises wurde heute, Mittwoch, in Nötsch im Gailtal präsentiert.

„Mit der Zusammenarbeit sichern die Museen selbst ihren Bestand, durch gemeinsames Marketing, gesicherten Informationsaustausch und durch gemeinsame Aktionen für die Besucher“, fasste Benger zusammen. Laut Benger sei Kultur keine Sache der Zentralräume. Kultur kenne keine Grenzen, keine Einschränkung und sie müsse für jede und jeden zugänglich sein. „Deshalb liegen mir die regionalen Museen besonders am Herzen. Sie machen Kultur und Geschichte im ländlichen Raum erlebbar“, so Benger.

Seit dem Jahr 2015 gibt es daher auch ein eigenes, mehrjähriges Fördermodell für die Regionalmuseen, um ihnen Planungssicherheit zu gewähren, aber auch um den Idealismus und das Engagement der Betreiber der einzelnen Einrichtungen zu unterstützen. 360.000 Euro sind im Kulturbudget für die regionalen Museen Kärntens reserviert.

„Heute ist ein Glückstag für den Kulturreferenten Ich bin ein Fan der Vernetzung. Durch drei engagierte Museumsbetreiber, Hilde Schaumberger, Andreas Scherer und Birgit Kassl bekommen die regionalen Museen heute eine neue Qualität“, erklärte Benger.

Die Kooperation der drei regionalen Museen ist derzeit noch einmalig in Kärnten aber beispielgebend. Denn sie zeige, dass man gemeinsam stärker wird. Die Kooperation der drei Museen habe eine gegenseitige Frequenzsteigerung, die Absicherung der Standorte, einen klaren Info-Austausch sowie ein gemeinsames Marketing zum Ziel. Beispielsweise werde es einen gemeinsamen Folder in mehreren Sprachen geben.

Hilde Schaumberger vom Diözesanmuseum erklärte: „Diese Zusammenarbeit ist zukunftsträchtig, ein Schritt für die Zukunft unserer Museen. Wir sind Vorreiter mit dieser Kooperation“. Aber auch einen bildungspolitischen Auftrag sehen die Betreiber in ihrer Zusammenarbeit. „Wir fördern die Identität, machen Kultur und Geschichte an authentischen Orten erlebbar“, so Birgit Kassl vom Museum Nötscher Kreis. Vor allem Schulklassen werde man verstärkt ansprechen. Mittels der Aktion „Schule im Museum“ des Kulturlandesrates werden die Buskosten für die Klassen unterstützt.

Auch Andreas Scherer vom Bunkermuseum sieht eine Chance für den ländlichen Raum in der Zusammenarbeit. „Wir schaffen einen touristischen Nutzen, von dem die gesamte Region profitiert. Ohne öffentliche Hilfe wäre die Erhaltung unserer Museen nur sehr schwer möglich. Aber Investitionen in die Kultur sind Investitionen in die Zukunft“.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Benger

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