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HEIMAT / FRONT. Lienz und der Krieg 1914–1918

13.05.17 - 26.10.17
SCHLOSS BRUCK | Museum der Stadt Lienz, Schloßberg 1, 9900 Lienz


Vor rund 100 Jahren trat Italien in den Ersten Weltkrieg ein, für Österreich-Ungarn eröffnete sich eine neue Frontlinie. Und diese reichte bis an die Grenzen des Bezirkes Lienz heran und beeinflusste das Leben auch im Hinterland massiv. Bedrückende, auch seltsam befremdlich wirkende Bilder erzählen vom Leben der Zivilbevölkerung, aber auch vom Kriegsalltag der Männer an der Gebirgsfront.
Die einzigartige Fotoausstellung wird - wie auch ihr Vorgänger im Bergfried der ehemaligen Görzer Residenz, "Schlaglicht. Lienz und der Talboden" - mit vielfach noch nie gesehenen Bildern die Geschehnisse vor 100 Jahren den Besuchern näher bringen. Geschichte wird so auf eine neue Weise vermittelt, wird erlebbar und bietet Einblicke, die vielfach noch nicht greifbar waren.

Heimat/Front
Das Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst (TAP) gibt anhand ausgewählter Photographien Einblick in die Geschichte der Stadt Lienz und seiner Bevölkerung im Ersten Weltkrieg. Die Entwicklungsstränge werden dabei in den räumlich und zeitlich größeren Zusammenhang gestellt, um Kontinuitäten und Besonderheiten sichtbar zu machen.
Eingerahmt von Tafeln mit betont emotionalem Bildinhalt stellt die Medienstation mit ihren Lichtbild-Episoden das Zentrum der Vermittlung dar. Abseits von Massenveranstaltungen verschiedenster Anlässe wird der Schwerpunkt auf den Alltag an Front und „Heimatfront" durch vielfach bis dato unbekannte Photographien gelegt. Die Bedeutung der Religion ist, so zeigt sich, eklatant. Anfängliche Euphorie weicht rasch Schock und Ernüchterung. Not, Leid und Tod werden ständige Begleiter – dagegen kann auch die Propaganda nicht ankommen. Der Waffengang endet im Chaos, dem Zerfall der Donaumonarchie, dem schmerzlichen Verlust Südtirols. Selbst 100 Jahre nach der Entstehung der Bilder macht der Blick in die Augen der damals Betroffenen mehr als nachdenklich.

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