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Wege zum Bildwerk - Heimo Kuchling zum 100. Geburtstag

26.11.17 - 17.12.17
Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk, 10. Oktober Platz 4, 9150 Bleiburg


WEGE ZUM BILDWERK

HEIMO KUCHLING ZUM 100. GEBURTSTAG

Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk

26. November bis 17. Dezember 2017
Di bis So: 14-18 Uhr

Eröffnung:
Sonntag, 26. November 2017, 11 Uhr

Das Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk krönt das so erfolgreiche Ausstellungsjahr 2017 mit einer beeindruckenden Auswahl von Gemälden, Skulpturen und Graphiken von insgesamt 54 KünstlerInnen, die mit dem Wirken des österreichischen Kunsttheoretikers Heimo Kuchling (+2013) eng verbunden waren. Die Auseinandersetzung mit Formproblemen ermöglichte die Begegnung unterschiedlicher und einander mitunter sehr reserviert gegenüberstehender Künstler.

Über 200 Gemälde, Skulpturen und Graphiken u.a. von Maria Lassnig, Fritz Wotruba und Joannis Avramidis zeigen, wie diese Künstler mit dem Wirken des österreichischen Kunsttheoretikers Heimo Kuchling (+2013) verbunden waren.

Gezeigt wird Malerei, Graphik, Skulptur von:

  • ALBRECHT Herbert (* 1927)

  • AMANN Oswin (1927 –2007)

  • AVRAMIDIS Joannis (1922 – 2016)

  • AVRAMIDIS Annemarie (*1939)

  • BERG Werner (1904 – 1981)

  • BOECKL Herbert (1894 – 1966)

  • COLZ Josef (*1952)

  • DIETRICH Hubert (1930 – 2006)

  • DÜRR Lydia (*1961)

  • ESS Eric (*1929)

  • FASCHING Gertraut (*1934)

  • GMEINER Christian (*1960)

  • GÖTZINGER Wolfgang (1944 – 2015)

  • GREBMER Norbert (1929 – 1983)

  • GSTÖTTENMEIER Hannes (*1957)

  • HARTL Gerhard (*1959)

  • HASENSCHWANDTNER Martin (*1967)

  • HRDLICKA Alfred (1928 – 2009)

  • JUNGWIRTH Otto (*1933)

  • KAISER-GRANDE Wilhelm (1920 – 2000)

  • KEHRER Franz (*1948)

  • KORUNKA Rudolf (1915 – 2003)

  • KUCHLING Gundie (*1952)

  • KUMMER Elisabeth (*1936)

  • KUMMER Heinz (*1935)

  • LASSNIG Maria (1919 – 2014)

  • LOISKANDL Gottfried (*1947)

  • MATZKE Alfred (1924 – 1969)

  • MAYRHOFER P. Martin (*1942)

  • MÜHL Otto (1925 – 2013)

  • MÜLLER Erich (1923 – 1988)

  • NEIDL Doris (*1970)

  • PICHL Peter (1934 – 2010)

  • PILLHOFER Josef (1921 – 2010)

  • PLANK Hans (1925 – 1992)

  • PRASCHAK Günther (1940 – 2015)

  • RAINER Arnulf (*1929)

  • RAINER Gottfried (*1949)

  • RAINER STOCKER Konstanze (*1947)

  • RASCHER Elisabeth (*1950)

  • REITER Erwin (1933 – 2015)

  • RINDLER Giovanni (*1958)

  • SALZMANN Walter (1930 – 2008)

  • SCHATZINGER Fritz (1927 – 1997)

  • SCHEICHER Harald (*1959)

  • SCHÖNWALD Rudolf (*1928)

  • SHAMARI Dhia Aldin (*1953)

  • STADLER Adele (1918 – 2012)

  • TRIEB Brigitte (*1965)

  • TRSEK Robert (*1959)

  • URTEIL Andreas (1933-1963)

  • WEGAN Philipp (*1968)

  • WOTAWA Edda (1939 – 1999)

  • WOTRUBA Fritz (1907 – 1975)

 „Otto, hast du gehört von einem gewissen Heimo Kuchling? Der könnte dich interessieren. Der spricht über Grundlegendes in der Kunst, direkt, ohne Umschweife. Schau dir das an!“ Ungefähr so sprach Otto Mühl um 1954 zu mir. Die Übungen, zu denen ich dann ging, Kuchling nannte sie „Morphologie der bildenden Kunst“, eben Formenlehre, fanden wirklich in einem kleinen Kammerl neben einem Klosett in Richtung Abgang zum Abendakt-Saal statt. Kuchling zeigte Dias von wichtigen Werken der Moderne, sprach sehr konkret über sie, vor allem darüber, welche Formkräfte die Ausstrahlung dieser Werke bewirken können. Otto Mühl hat, Jahrzehnte danach bekannt: „Kuchling war mein einziger Lehrer“.

KONTUR, der Name von Kuchlings zahlreichen Schriften, bezeichnete nicht bloß Umriss, sondern stand für fest Gefügtes, für Form im weitesten Sinn und auch, so sehe ich es, für ein künstlerisches Credo. Es war ein Bekenntnis zu Klarheit und Eindeutigkeit, eine Einstellung, die auch gegen ein Irgendwie, sei es noch so kunstvoll formuliert, gerichtet war. Was ich auch glaube: Nie war ein Rezept damit gemeint, ein „Wenn gewisse Regeln eingehalten werden, kann nichts schiefgehen.“

Er erkannte jedoch: „Der Vergleich von Kunstwerken aller Völker und Zeiten lehrt, dass ihre Grundstruktur Merkmale aufweist, die ihnen gemeinsam sind. Sie werden Gesetze der Form genannt, weil sie konstituierenden Charakter haben.“

Auch ein Ja zum Gegenstand gehörte zu seinem Credo. Gemeint war die Gestaltung des Gesehenen, des haptisch Erfassbaren im Bild, in der Plastik. Das hieß für ihn gerade nicht, dem bloßen Abbilden das Wort zu reden. Es schloss den weiten Raum mit ein, den jeder Künstler, jede Künstlerin auf die jeweils eigene Weise und im jeweils eigenen Feld durchschreiten möge.

Zu den Künstlern aus seiner Generation, wie Maria Lassnig, Joannis Avramidis, Josef Pillhofer, kamen auch solche eine Generation jünger, mit denen er in Kontakt trat: so Erich Ess, Norbert Grebmer, Walter Salzmann, Oswin Amann, Hubert Dietrich, Peter Pichl, Hans Plank, auch ich. Als er an die Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz berufen wurde, stießen auch dort auch die Assistenten, Hannes Gstöttenmayr, Gerhart Hartl, Robert Trsek und einige Studenten zu ihm.

Wenn Kuchling Werke ansah, so faszinierte sein klarer, aber auch angestrengter Blick, wie seine Augen das Werk aufnahmen. Diese Fähigkeit seiner Wahrnehmung war für mich der Motor, der seine Theorie von Form und Gestaltung vorantrieb.

Otto Jungwirth, 2017

Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk
10. Oktober Platz 4
A-9150 Bleiburg
Tel: 04235 2110-27
bleiburg.museum@ktn.gde.at
www.wernerberg.museum 

Mit freundlicher Unterstützung von:

  • Bundeskanzleramt – Kultur
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