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Manfred Bockelmann - en passant

07.05.17 - 03.09.17
Galerie Walker /Schloss Ebenau, Weizelsdorf 1, 9162 Weizelsdorf


Manfred Bockelmann

en passant

Der Skulpturengarten des Schlosses Ebenau mit dem kleinen, romantischen Gartenhaus sowie das Dachgeschoß des Schlosses sind ab 7. Mai 2017 das Sommerrefugium für Werke von Manfred Bockelmann, die rund um blaue Blätter, Wurzeln und Baumstämme kreisen.

1943 in Klagenfurt geboren, konzentrierte sich der Künstler nach einer Karriere als Fotograf ab 1974 ganz auf die Malerei und  wählte schon früh die Landschaft als sein zentrales Thema. Dies mag mit der sinnlichen und tiefgreifenden Erfahrung der eindrucksvollen Umgebung zu tun haben, die ihn als Heranwachsenden auf dem elterlichen Gutshof umgab. In dieser Zeit dürfte sich ein geschärfter Blick für die kleinsten Veränderungen und unbemerkten Besonderheiten der Natur ausgeprägt haben, für ihr ständiges Werden und Vergehen, sodass der Künstler uns heute durch seine Arbeiten, praktisch im Vorbeigehen – „en passant“ – wunderbare Ausschnitte einer im großen Getümmel verborgenen Welt präsentieren kann. Unter dem Titel „Blaues Blatt“ zeigt der Künstler eine Serie von Kohlearbeiten, in denen das Hauptaugenmerk auf der akribischen, groß dimensionierten Erarbeitung eines einzelnen blauen Baumblattes liegt, das durch seinen Schatten eine räumliche Bezugsebene auf der Leinwand erhält. Das Blatt, das sich oftmals schon dem Verwelken zuneigt und da und dort Risse und Löcher aufweist, wird zum Protagonisten und alleinigen Akteur der Darstellung. Unser Blick wird für das sensibilisiert, was wir zwar kennen, aber kaum wahrnehmen. Oftmals in Gärten und Parks als lästig empfunden, erhält das Laubblatt durch seine blaue Färbung ein eigenes Wesen und eine starke, zugleich immaterielle Körperlichkeit. Blau steht in diesem Zusammenhang für Zuversicht, Heilung, Unendlichkeit und das Göttliche. Das Vergehen und Verwelken soll jedoch nicht als wehmütig erlebt werden, sondern (dank der künstlerischen Transformation) als ein durch Poesie begleiteter Prozess. So stellt auch die Installation des Künstlers „Das Sterben der Blätter“ im Gartenhaus, wo der Boden dicht mit Laub gefüllt ist und an der Innenwand ein „Blaues Blatt“ hängt, einen Rückzugsort für die Vergänglichkeit dar; inmitten der Blütenpracht der Rosen und der üppig sprießenden Natur im Schlossgarten gibt es hier einen Schutzraum für eine sanfte, lyrische Melancholie, für einen Moment des Anhaltens, ein Aus- und Mitklingen mit dem Kreislauf der Natur. Neben Arbeiten zum Thema „Blaues Blatt“, die in den letzten beiden Jahren entstanden sind, werden Bilder von Wurzeln gezeigt –  im Skulpturengarten findet man eine Installation blau bemalter, blattloser Baumstämme. Auch diese Arbeiten kreisen um die Themen Vergänglichkeit und die Hervorhebung von leicht zu übersehenden Schönheiten unserer alltäglichen Umgebung.

 7. Mai bis 3. September 2017

Mai, Juni, Sept.: Freitag – Sonntag 14 – 18 Uhr

Juli und August: Freitag – Sonntag 11 – 18 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung

JW 0664/3453280   I   CW 0650/2130505

www.galerie-walker.at   I  office@galerie-walker.at 

Galerie

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