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Ihr Kulturreferent Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser
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Miau! Mijav!

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Alles für die...

geschrieben am 11.08.2020 16:53

„Das Leben plus eine Katze ergibt eine enorme Summe.“
<Rainer Maria Rilke>

Miau! Mijav!

Die Katze polarisiert. Immer wieder werden zur Charakterisierung oder gar als Bekenntnis die beiden Pole „Hunde- oder Katzenmensch“ bemüht. Einstweilen hat es die Katze – mutmaßlich sogar weltweit – zum beliebtesten tierischen Gefährten des Menschen gebracht. Zudem blicken wir bereits auf eine Jahrtausende zählende Beziehungsgeschichte zurück, die unser hominines und animalisches Erdendasein eng verwoben hat. Die kätzischen (aber stets menschenzentrierten) Rollenbilder sind vielfältig: vom Nutztier (Wächterin der Getreidespeicher, Verwertung von Fell und Fleisch, Verwendung in der Volksheilkunde) über das kultische Götterwesen (vom Alten Ägypten bis ins heutige Japan), hin zum Feindbild (Unglücksbringerin und als Hexenattribut ebenso bestialisch gefoltert), von der prestigeträchtigen Rassekatze bin hin zum schnurrenden Stubentiger oder zur innigen Vertrauten. All diese Funktionen und Positionen sind uns zugleich auch Widerschein des Menschen und seiner jeweiligen Kultur sowie Beziehung zur Natur. Die Katze war uns immer auch Mirakel und Projektionsfläche, in die wir gerne etwas „hineingeheimnisst“ haben. Heute deuten wir sie oft als Gegengewicht zum „Macht euch die Erde untertan!“, als die fleischgewordene Unabhängigkeit und Individualität (der Nasenabdruck einer jeden Katze ist übrigens so einzigartig wie unser Fingerabdruck). Sie verkörpert Selbstbestimmtheit ... und bietet sich somit geradezu als Patronin des diesjährigen Jubiläums unserer Kärntner Selbstbestimmung an; im Landeswappen sind immerhin ihre Artverwandten zu finden. Die Katze hat, auf Samtpfoten und mit Krallen, über viele Pfade und Brücken Eingang in unsere Kultur gefunden. So hat sie etwa Schrödinger zu seinem Gedankenexperiment inspiriert oder Sir Isaac Newton zur Erfindung der Katzenklappe. Unsere Sprache, Literatur, Musik, Malerei – die Gesamtheit unseres Geisteslebens – ist auch ihr Territorium, das wir in DIEser BRÜCKE zumindest in Fragmenten genauer ausleuchten wollen. Dass sich zeitgleich der 8. August Internationaler Weltkatzentag nennt, ist purer Zufall. Lesen Sie wohl!

Gabbi Hochsteiner
Chefredaktion DIE BRÜCKE

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