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Musik aus allen Richtungen

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Musik aus allen Richtungen

geschrieben am 06.06.2018 09:26

Die Kärntner Musikfestivals. 


Was wäre Kärnten ohne seinen Musiksommer. Schon im Mai stehen erste Konzerte auf dem Programm, im Juli und August verdichtet sich das Angebot so sehr, dass der staunende Zuhörer, die Zuhörerin sich, man möchte meinen, ein wenig zerrissen entscheiden muss, ob er/ sie ein klassisches Konzert besucht, zeitgenössische Musik am See genießt oder sich von Jazz-Sessions mitreißen lässt. 

Holger Bleck hat 2016 die Intendanz des Carinthischen Sommers vom langjährigen Leiter Thomas Daniel Schlee übernommen. Das Motto 2018 „Wia a Spiagl“, dem Kärntnerlied „Üban See sing i ume“ entnommen, spiegelt im wahrsten Sinne des Wortes die Rückkehr des Festivals von der internationalen Bühne ins Kärntnerland wider, und es hat Holger Bleck wie schon vor zwei Jahren zu einer Carinthischen Wassermusik am Ossiacher See als Eröffnungskonzert inspiriert. Hunderte Mitwirkende werden das Publikum mit einer beweglichen Klanginstallation von Manuela Kerer einstimmen auf ein vielfältiges, buntes Programm mit Klassik, Jazz und Crossover.

Im Mittelpunkt des von 14. Juli – 26. August dauernden Festivals stehen heuer junge Frauen aus unterschiedlichen Genres, Sängerinnen, Jazzerinnen, eine Dirigentin. Mit der neuen Reihe Orgel plus ... bekommt dieses wunderbare Instrument einen besonderen Stellenwert im Festival, barocke Klänge, Improvisation und neue Musik zeigen die vielfältigen Möglichkeiten der Orgel. Und in diesem Jahr steht der 100. Geburtstag zweier großer Musiker und Komponisten an, die beide ihre Spuren beim Carinthischen Sommer hinterlassen haben – Gottfried von Einem und Leonard Bernstein. 

Ansonsten greift der Intendant auf mittlerweile schon Vertrautes zurück, Rising Stars, CS unterwegs, das Ensemble Prisma, Rudolf Buchbinder oder die Wiener Sängerknaben – schon lieb gewordene Fixpunkte, wobei man große Namen und internationale Künstler*innen eher selten findet, der CS ist ein Fest von Kärntner*innen für Kärntner*innen geworden. www.carinthischersommer.at

Die Musikwochen Millstatt erstrecken sich ebenfalls von Mai bis 14. Oktober über mehrere Monate, der musikalische Leiter Bernhard Zlanabitnig schafft es Jahr für Jahr, hochkarätige Musiker*innen nach Millstatt einzuladen – und sie nehmen sehr gerne an. Die Mezzosopranistin Elina Garanča hat nach dem Vorjahr auch heuer für den 6. Juli ihr Kommen zugesagt, die Camerata Salzburg, die King’s Singers, oder Tonč Feinig & Carinthian All Stars werden Millstatt mit Musik aus allen Stilrichtungen beleben. Ein Höhepunkt besonderer Art sei aber auch noch erwähnt, die mehrfach ausgezeichnete Komponistin Johanna Doderer als Composer in Residence schreibt im Juni ihr Werk „Millstätter See“ für Violoncello und Saxophonquartett, die Uraufführung findet im August statt. www.musikwochen.com

Eingebettet in die Musikwochen kann man das Internationale Gitarrenfestival „La Gitarra esential“ als Festival im Festival bezeichnen, die Gitarristin Julia Malischnig geht mit ihrer sehr erfolgreichen Konzertreihe von 1. – 5. August in die 11. Saison und gestaltet mit allem, was Saiten hat, ein abwechslungsreiches, genreübergreifendes und spannendes Programm. Dabei greift sie wie immer auch selbst ins Konzertgeschehen ein, diesmal mit dem Projekt United Strings mit Mathias Duplessy & The Violins of the World. Als besonderer Höhepunkt darf aber der Auftritt des als „Künstler für den Frieden“ ausgezeichneten katalanischen Musikwissenschaftlers und Gamben-Virtuosen Jordi Savall mit seinem Trio bezeichnet werden. www.laguitarraesencial.com

Der Burghof in Klagenfurt wird auch heuer wieder an zwölf Samstagen zwischen 23. Juni – 8. September zur Bühne, die Klassik im Burghof möchte jeweils ab 11:00 Uhr mit ausgesprochen hochkarätigen Künstler*innen wie Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, einem Ensemble des RSO, Bernarda Fink oder Heinz Marecek dem Publikum fast „im Vorübergehen“ Kunst und Kultur höchster Qualität bieten. www.klassikinklagenfurt.at 

Seit vielen Jahren liegt die Verantwortung für das Musikforum Viktring in den Händen von Werner Überbacher, der alles ausgeschöpft hat, was an kultur- und völkerübergreifendem Musizieren möglich war. Das Motto der von 7. – 28. Juli währenden 32. Ausgabe lautet „Durchatmen“, einerseits, weil ohne Atem keine Musik möglich ist, und andererseits, weil im Oktober der Vorstand dieses Festivals zurücktritt und die Agenden an Paul Gulda übergehen, dessen Vater Friedrich Gulda Gründer und Ideengeber für dieses besondere Festival war, und sich somit der Kreis schließt. Eine Art von Durch- und Aufatmen für Überbacher und sein Team. www.musikforum.at

Das Wörthersee Classics Festival von 6. – 9. Juni hatte ursprünglich jene Komponisten in den Mittelpunkt gestellt, die hier teilweise gelebt und gearbeitet haben – Johannes Brahms, Gustav Mahler, Anton Webern, Hugo Wolf und Alban Berg. Heuer greifen Elena Denisova und Alexei Kornienko besonders auf Brahms zurück, beim Abschlusskonzert kann das Publikum einer Aufführung mit heimischen Musikerinnen und Musikern beiwohnen – Matthäus-Passion für Solist*innen, Chor und Orchester von Metropolit Hilarion Alfeyev. www.woertherseeclassics.com

Die antike Römerstraße Via Iulia Augusta war die wichtigste Verbindung zwischen Karnien und Kärnten, sie fungiert als Namensgeberin für das außergewöhnliche Musikfestival, das von 7. Juni – 31. August an verschiedenen, recht überraschenden Aufführungsorten in den drei Oberkärntner Gemeinden Kötschach-Mauthen, Dellach im Gailtal und Oberdrauburg eine Herausforderung für das Publikum darstellt, denn es erklingt Altes und Neues, Jazz und Weltmusik, Licht und Schatten. www.via-iulia-augusta.at

Im Vorjahr riefen der Galerist Herbert Liaunig und der Gitarrist Janez Gergorič die Sonusiade ins Leben mit der Intention, Musik, Literatur und zeitgenössische bildende Kunst zu verbinden. Im besonderen Ambiente des Museum Liaunig in Neuhaus finden am 1. Juli, 22. August und 28. Oktober noch drei Konzerte statt und man darf sich freuen auf Klassik, Jazz, und Zeitgenössisches aus allen Sparten der Kunst. www.museumliaunig.at

Der musikalische Herbst steht seit Jahren ganz im Zeichen des Festivals der Alten Musik Trigonale im Raum St. Veit, Festival-Leiter Stefan Schweiger bietet auch heuer wieder von 31. August – 16. September eine Verbindung der „Alten Musik“ zur Jetzt-Zeit, man kann rund zwei Wochen lang eintauchen in die Klänge vergangener Tage, die doch den Ursprung darstellen von allem, was seit Jahrhunderten die Menschen fasziniert und in Atem hält.
Bleibt zu hoffen, dass die Begeisterung aller Verantwortlichen für ihre Festivals auch auf die Bevölkerung überspringt, dass Einheimische und Gäste annehmen, was geboten wird und letztendlich voller Freude und reich an Eindrücken nach Hause gehen. www.trigonale.com

Angelika Benke 
lebt in Graz und ist Mitarbeiterin des ORF Landesstudio Kärnten. Sie gestaltet Musiksendungen aus den Bereichen Klassik, zeitgenössische Musik und Jazz für Radio Kärnten und Ö1, ist aber auch sendungsverantwortliche Redakteurin für das Programm von Radio Kärnten.

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