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FAUST

20.01.21
Stadttheater Klagenfurt, Theaterplatz 4, 9020 Klagenfurt


Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe

Faust, ein erfolgreicher Arzt und Wissenschaftler, zieht Bilanz über sein Leben: Er hat zwar viel erreicht, doch verzweifelt er an den engen Grenzen seines Daseins, die weder sein Wissen noch sein stetiges Streben nach Höherem zu sprengen vermögen; sein Studierzimmer empfindet er als Kerker. Das Leiden an den Beschränkungen seiner Existenz treibt ihn in Suizidgedanken. Doch just als er das vorbereitete Gift trinken will, sucht ihn das Teufelswesen Mephisto auf und bietet ihm einen Pakt an: Verjüngung, Lebenskraft und die ersehnte Erweiterung seines geistigen Horizonts für Fausts Seele, wenn dieser – am Ziel seines Strebens angelangt – sich für einen Moment mit der Gegenwart aussöhnt. Faust willigt ein. Und erblickt, auf der Suche nach einem „Gefühl“, Gretchen. Fortan hat er nur noch sie – sein Objekt der Begierde – im Sinn. Das löst eine fatale Kette von Ereignissen aus, die ihn „vom Himmel durch die Welt zur Hölle“ führt …

Goethe hat sich sein ganzes Leben lang mit diesem Stoff, der ihn bereits in seiner Kindheit als Puppenspiel in seinen Bann zog, beschäftigt: Auf den frühen Urfaust (1772) folgen Faust. Eine Tragödie (1808) und 1832 schließlich Faust. Der Tragödie zweiter Teil. Entstanden ist so ein monumentales Weltgedicht, das Deutsche Klassik, Antikendrama und mittelalterliches Allegorien- und Mysterienspiel ebenso einschließt wie reißerisch-buntes Volkstheater, das nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Marco Štorman, der in Klagenfurt bereits u. a. Jelinek, Grillparzer und Mozart inszeniert hat, geht Goethes Monumentalwerk auf den Grund und spürt in seiner Inszenierung unter anderem der Frage nach, was und wie hoch der Preis des hemmungs- und rücksichtslosen Strebens eines alternden, unzufriedenen und letztlich innerlich leeren Mannes sein kann, der Teil eines gesellschaftlichen Systems ist, das Frauen wenig Recht auf Selbstbestimmung und Gleichheit zugesteht.

Theater

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