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"Feuer und Wasser" - Kunst im Dom 2019

06.03.19 - 21.04.19
Domkirche Klagenfurt, Domplatz 1, 9020 Klagenfurt


Die Installation der aus Nötsch stammenden Künstlerin Michaela Wiegele und des Glaskünstlers Alois Hechl übernimmt in Struktur und Form die doppelte Dualität der Wirklichkeit: Zwei „griechische“ Kreuze sind in der Luft und auf der Erde einander zugewandt.

Die Dualität kennzeichnet die Alltagserfahrung des Menschen. Das Ich steht immer einem Du gegenüber, die Privatsphäre dem öffentlichen Raum, die Erde dem Himmel, der Mensch seinem Gott. Die Gegenüberstellung kommt im Zeichen des Kreuzes zum Ausdruck, das gewiss das bekanntestes und unverwechselbarste „Logo“ der Christenheit ist. Jeder Kreuzesbalken ist die Verbindung zweier polarhaft gegenüberliegender Endpunkte.

Das am Boden dargestellte Kreuz hat ein Glasbecken auch Floatglas in der Mitte. Die drei Standkugeln sowie der Durchmesser von 900 Millimeter greifen nicht zufällig die kirchliche Symbolsprache auf, die das Bekenntnis der göttlichen Dreifaltigkeit in mathematische Begriffe übersetzt. Das mit Wasser gefüllte Becken ist wird von 200 Millimeter hohen Kerzen aus Rapswachs zu einer weiteren Kreuzesform gezogen. Die je acht Kerzen jedes Armes sind als Hinweis auf die Ewigkeit zu deuten, da eine um 90 Grad gedrehte Acht das mathematische Unendlichkeitszeichen ergibt. Die Ewigkeit der Dreifaltigkeit wird in diesem Bodenkreuz den Materialien der Welt gegenübergestellt: Feuer (Kerzen), Wasser (im Glas), Erde (Untergrund) und Luft (das durchsichtige Glas). Die horizontale und die vertikale Verbundenheit kommen sowohl in den Materialien wie in der räumlichen Positionierung zum Ausdruck.

Die kräftigen Farbtöne aus Blau und Violett sollen in der Intention der Künstlerin für die Betrachtenden die „Strahlung einer Ikone“ erreichen, deren Kraft die Schauenden in das Innere zieht. Wie die Ikone ein Tor zum Kosmos und zur geistigen Welt ist, so soll auch die gesamte Installation die Menschen in einen Raum der Stille und des Friedens führen. „Die Erkenntnis, die daraus entspringt kommt einer unmittelbaren Einsicht gleich. Der sprachliche Ausdruck mit seinen analytischen Denkstrukturen vermag es nicht zu formulieren“, erklärt Michaela Wiegele.

Die Verbindung der Gegensätze

„Wenn sich Christinnen und Christen mit dem Kreuz „besiegeln“, dann erleben sie am eigenen Leib die Verbindung der Gegensätze. Der Himmel wird mit der Erde verbunden, und die Welt mit ihren Menschen und Weltanschauungen ganz links mit jenen ganz rechts. Indem die Hand von der Stirn zur Brust und von der linken zur rechten Schulter geführt wird, kommt die Dynamik des Kreuzes zum Tragen“, so Dompfarrer Peter Allmaier. Das ist keine feste und immer gleichbleibende Struktur, sondern eine stets neu beginnende Bewegung. Das Ich muss seinem Gegenüber immer neu begegnen. Wie Ehepartner ihre Liebe jeden Tag neue und in neuer Form erfinden müssen, so ist auch das Gespräch mit Gott jeden Tag ein anderes, weil kein Mensch heute derselbe ist, der er gestern war – ansonsten hätte er umsonst gelebt, erklärt Dompfarrer Peter Allmaier.

Kunst

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