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Werner Berg - Abschied, Das Spätwerk: 1969-1981

04.05.19 - 27.10.19
Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk, 10. Oktober Platz 4, 9150 Bleiburg


Dem Maler Werner Berg (1904-1981) widmet die Stadt Bleiburg seit 1968 ein monografisches Museum. Das repräsentative Haus am Bleiburger Hauptplatz ist seither zu einem Anziehungspunkt für Kunstliebhaber aus der ganzen Welt geworden. Es zeigt das Œuvre des Künstlers, dessen künstlerischer Ausgangspunkt der deutsche Expressionismus war, in einzigartiger Wechselwirkung von Kunst und Umwelt im Kerngebiet seines Ursprungs.

Bei den jährlich wechselnden Ausstellungen wird stets versucht einen thematischen Dialog zwischen dem Werk Werner Bergs und der jeweiligen Sonderausstellung zu finden.

Die Kunst Werner Bergs wird so auch für den wiederholten Besucher unter ständig neuen Gesichtspunkten erlebbar. So zeigt sich, wie dessen Werk auch unter verschiedenen Fragestellungen unserer Zeit ständige Aktualität bewahrt.

Das Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk zeigt vom 04. Mai bis 27. Oktober 2019 zeitgleich folgende Ausstellungen:

Ernst Barlach – Käthe Kollwitz
Über die Grenzen der Existenz

Die in Kooperation mit der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg entstandene Ausstellung "Ernst Barlach - Käthe Kollwitz - Über die Grenzen der Existenz" ist die bisher umfangreichste Zusammenschau dieser beiden weltbekannten Künstler in Österreich.

WERNER BERG – Abschied
Das Spätwerk 1969-1981

Im Werk von Werner Berg (1904-1981) lassen sich vielfach Spuren der Auseinandersetzung mit dem Schaffen von Ernst Barlach und Käthe Kollwitz finden. Wie Barlach bezweifelt auch Berg die Errungenschaften des technischen und wirtschaftlichen Fortschritts. Schon 1931 zieht der promovierte Volkswissenschaftler und Maler auf einen entlegenen Bergbauernhof im Südosten Kärntens. Er will das Leben eines Bauern führen, trotz der damit verbundenen Härte und zeitlichen Beschränkungen für seine Malerei. Berg sucht die wahre, unverfälschte Existenz jenseits der bürgerlichen Konventionen. In der beschwerlichen Alltagswirklichkeit dieser abgeschiedenen Region findet er den Gegenentwurf zu der gesellschaftlichen Entfremdung. Über Jahrzehnte entstehen kraftvolle, farbenprächtige Bilder von Menschen, ihrem Lebensumfeld und der unberührten Landschaft.

In seinem Spätwerk jedoch verändert sich der Blick des Malers deutlich. Die zum Teil in dieser Ausstellung erstmals gezeigten Bilder sind eindringliche Zeichen der zunehmenden existentiellen Vereinsamung des Künstlers. Die Farben sind kühler und gedeckter. Kahle Neubauten, verlassene Bauernhöfe, sorgenvolle Menschen und melancholische Landschaften deuten auf die strukturelle Veränderung der Region hin, die Werner Berg immer fremder zu werden, zu entschwinden scheint.

Die dialogische Konzeption der Ausstellungen verbindet die Werke von Ernst Barlach, Käthe Kollwitz und Werner Berg. Sie zeigt deren Bedeutung für die Gegenwart und initiiert den lebendigen Diskurs über Wachstum und Fortschritt heute.

Ausstellungseröffnung:
Samstag, 04. Mai 2019, 19 Uhr

Öffnungszeiten:                                                      
04. Mai – 27. Oktober 2019
                                    
Di-So: 10-18 Uhr

Audioguides kostenlos

Führungen für Gruppen auf Anfrage
Während der Ausstellung findet jeden Sonntag um 11:00 Uhr eine GRATIS FÜHRUNG statt

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