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Jakob Gasteiger - Alfred Haberpointner. Zwischen Bild und Skulptur

12.05.17 - 03.09.17
Kunstraum Walker, Richard - Wagnerstrasse 34-36, 9020 Klagenfurt


Jakob Gasteiger – Alfred Haberpointner

Zeitgleich zur Sommerausstellung der Galerie Walker im Schloss Ebenau ( 12. Mai bis 3. September 2017) sind im Kunstraum ausgewählte Werke der beiden Künstler zu sehen, die unter dem Titel „Zwischen Bild und Skulptur“ die Schlossräume umfassend bespielen. Die im Kunstraum gezeigten Arbeiten sollen als Wegweiser, künstlerische Einstimmung und visueller Brückenbau zur großen Präsentation in Ebenau fungieren und zur Besichtigung dieser einladen. Durch den Blick ins „Schaufenster“ des Kunstraums erfasst man schon markante Besonderheiten im Werk der beiden Künstler und erfährt durch die hier exemplarisch ausgewählten Werke einiges über ihre Arbeitsweise und ihr künstlerisches Anliegen. Gasteiger und Haberpointner – in ihrer radikal modernen, vom Minimalismus geprägten Haltung – sind heute weit über die Grenzen Österreichs bekannt und immer wieder in internationalen Ausstellungen vertreten. Sie sind wichtige Vertreter einer Kunstentwicklung, die Grenzen zwischen Bild und Skulptur auslotet, wobei das Material im Vordergrund steht und Emotionalität und Gestenreichtum in den Hintergrund rücken – zugunsten einer haptisch erfahrbaren, variantenreichen und durch Reduktion geprägten Handschrift.

Jakob Gasteiger (geb. 1953 in Salzburg) studierte 1970-1974 Bühnenbild an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Salzburg und besuchte ab 1976 in Wien die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt. 1990 erhält er den Faistauer-Preis für Malerei. In den 1980er Jahren beginnt er eine künstlerische Richtung einzuschlagen, die zu den „Neuen Wilden“ einen Gegenpol darstellt und sich an der Radikalen Malerei orientiert. Mit gezahnten Rakeln aus Kartonstreifen wird die zumeist monochrome Acrylmasse auf der Leinwand durchzogen, wodurch Grate und Furchen entstehen, die durch das einfallende Licht den Charakter einer Zeichnung, aber auch eines Reliefs erhalten. Diese Formsprache behält der Künstler über 15 Jahre bei. Die Furchen sind zumeist horizontal und vertikal gezogen, auch in Kombination, manchmal in Schwüngen und Bögen. In den letzten Jahren werden einzelne Farben in einem Bild nebeneinander gesetzt. Der Künstler verwendet auch Lack auf seinen Bildern, um ein nüchtern-reduziertes Liniengeflecht zu erzeugen. In den letzten Jahren vermischt der Künstler die Acrylmasse mit Glassplittern, Kupfer oder Aluminium, wodurch die Bilder glitzern; so, als würde ihrem choralartigen Farb- und Formklang eine neue Stimme hinzugefügt.

 Alfred Haberpointner (geb. 1966 in Ebenau bei Salzburg) besuchte von 1980-1984 die Fachschule für Bildhauerei in Hallein und anschließend die Hochschule für Gestaltung in Linz. 1997 erhält er den Theodor-Körner-Preis. Für seine künstlerische Ausdrucksform wählt er neben dem Werkstoff Holz, der ihn hauptsächlich beschäftigt, auch Bronze und Metall. Auf eine modernistische Weise versteht es der Künstler, jene Quellen in sich anzusprechen, die traditionslos, nicht-anekdotisch und nicht-historisch sind. Sein Interesse gilt minimalistischen Künstlern und Kunstwerken, wobei er sich in seinen unterschiedlich bearbeiteten Kopfformen (teilweise ein- und zerschnitten, mit grober oder feiner Struktur überzogen, mit Nägeln beschlagen) einem Thema zuwendet, das  berührt. Seine Wandobjekte, an der Grenze zwischen Bild und Skulptur angesiedelt, nennt er selbst „Zentrierungen“ oder „gehackte Objekte“, wobei es hier durch den zusätzlichen Farbauftrag und den zentral zusammenlaufenden Hackspuren zu einer räumlichen Illusion von Tiefe oder Höhung kommt.

Vom 21.05 bis 01.10. 2017 sind Skulpturen von Alfred Haberpointner in der diesjährigen Ausstellung der „Blickachsen 11“ in Bad Homburg zu sehen, die in Zusammenarbeit mit dem Museum Liaunig gestaltet wird.

Der Kunstraum ist jederzeit nach telefonischer Vereinbarung geöffnet: +43 (0) 650 213 05 05

www.galerie-walker.at I office@galerie-walker.at

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