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Grenz.Gänge in der ehemaligen Gemeinde Leifling / Libeliče

12.10.19 von 09:00 bis 17:00
Schloss Leifling , , 9155 Neuhaus


99 Jahre Kärntner Volksabstimmung - Die kulturhistorische Wanderung mit Zdravko Haderlap umfasst den ehemaligen Lebensraum Leiflinger Berg / Libeliška gora mit den Ortschaften Bach / Potoče und Leifling / Libeliče.

Mit der Grenzziehung 1922 wurde der gemeinsame Lebensraum, als zentral gelegener europäischer Kulturraum, in zwei, nunmehr Randregionen geteilt. Die Folge der Grenzziehung verlangte nach einer totalen Neuausrichtung des Alltags auf beiden Seiten der Grenze. Plötzlich war der Schulweg versperrt, der Kirchengang ebenfalls, kein Gasthaus mehr in der Nachbarschaft und der Besuch von Verwandten jenseits der Grenze erschwerte sich oder war gar nicht mehr möglich. Die hinzukommende Instrumentalisierung, Nationalisierung, Politisierung und Ideologisierung der Staatsgrenze im 20. Jh. entzweite zudem das betroffne Gebiet in zwei gegenüber liegende nationalpolitisch aufgeheizte Pole: die Ortschaft Bach – trotz anfänglich slowenischsprachiger Bevölkerung - in ein heimatpatriotisches- deutschkärntner Bollwerk und Libeliče in ein heimatpatriotisches slowenisches Bollwerk. Diese Haltung manifestierte sich Jahrzehnte lang bis ins 21. Jh mit Aufmärschen einerseits der „Deutschkärntner Heimatverbände“ in Form von Fackelzügen und glühend-patriotischen Festreden an der Grenze auf österreichischer Seite und das Pendant dazu am 30. September auf der slowenischen Seite mit einer „Feierlich-patriotischen Anschlussfeier an die slowenische Heimat“ (1922 an SHS Jugoslawien, heute Slowenien) mit Festrednern, wie z.B. Zmago Jelinčič „Plemeniti" / "Der Edle“ (2017), gegenwärtig Vorsitzender der rechtsextremen Slowenischen Nationalen Partei Sloweniens, der auch das Wappen von Libeliče kreierte.

Die Wanderung streift die Schnittstellen des seit nunmehr 100 Jahren getrennten Lebensraumes, nicht nur die der gemeinsamen politischen Grenze, sondern in der Begegnung der besonderen Art zwischen Liebenden, Zöllnern und Grenzpolizisten, Grundstückeigentümern, Pilgern, Verwandten und gewährt uns zum Teil persönliche Einblicke in das Leben bzw. in die Überlebenskunst der betroffen Menschen vor Ort, wie sie ihr Leben unter den gegebenen Umständen gemeistert haben bzw. heute noch meistern. Wetterschutz, Reisepass sowie Jause für zwischendurch sind mitzunehmen. 

www.haderlap.at

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