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Bärbel Neubauer - Vernissage

10.07.2013
Uhrzeit: 19:00

 

Die asiatischen Kulturen haben Bärbel Neubauer immer schon fasziniert und inspiriert. Nicht zuletzt auf ihren Reisen nach Japan, Korea und unlängst Singapur.
In den Bühnenbildern bezieht sie sich auf die MusikerInnen und auf das Publikum, und auf die sehr schöne Architektur und Raumsituation:


Das Bühnenbild ist gedacht als Verbindung der Kulturen, als Kommunikationselement im Dialog von Raum, MusikerInnen und Publikum.
Bei der Entwicklung der Bilder hat sie sich vor allem von der wunderbaren Musik von Marwan Abado inspirieren lassen. Mit dem Entwurf verfolgt sie den Ansatz, mit dem sie seit den 90-er Jahren arbeitet: die Verbindung von Musik und Bild/Bewegung, "visual music"- visueller Musik.
Für die Bilder hat sie rein fraktale Systeme verwendet. Bei der digitalen Arbeit war ihr Gedanke von Anfang an eine lebendige Bildsprache zu entwickeln, die auch "Zufälle" hervorruft, und die nicht nur linear, kalt und flächig ist (ähnlich den chemischen Reaktionen des Filmstreifens bei der direkt auf Film Zeichnung). Das führte sie zu der Arbeit mit Fraktalen - mit einer experimentellen Software, einer Art kontrollierbarem Bildsynthesizer, der aus einem "Baum" aus Bausteinen von Funktionen besteht, und der naturähnliche "Universen" ergibt.
Innerhalb dieser Universen bewegt sich Bärbel Neubauer an verschiedene "Orte" - in ihnen sucht sie die Bilder aus und entwickelt sie weiter. Sie haben rein digital-fraktalen Ursprung.
Die Fraktale stehen für Bewegungen, Wachstum und Strukturen, die man in der Pflanzenwelt und anderen Elementen und Prozessen der Natur findet. Im Bild bedeutet das unregelmäßige Konturen, Bewegungen, fließende Verläufe in Farbe und Form und alles was zufällig und naturähnlich aussieht.
Ihre Bilder, die auch in der Ausstellung gezeigt werden, beinhalten stilisierte Elemente, auch mandalaähnliche Muster innerhalb unregelmäßiger "chaotischer" Welten.
Die scheinbar dem Zufall entsprungenen Formen und Farben werden ebenso gestaltet und definiert wie die stilisierten, indem Bärbel Neubauer fraktale Systeme entwickelt hat.
Die asiatischen Farben gelb und rosa/magenta wurden in Anlehnung an asiatisch orientalische Kulturen gewählt, es sind Farben aus den orientalischen Kulturen, die man mit dem orientalischen Bauchtanz assoziieren kann, den Bärbel Neubauer auch erlernt hat.
In manchen Bildern kommen blattartige fächerartige Zeichnungen zutage - Wind, Wasser, Sonne -, die in der oben genannten Farbgebung an asiatische Länder und deren Musik, Kultur, und Farben erinnern. Diese Elemente und ihre Bewegungen und auch ihre gegenseitige Beeinflussung - Wellen in Wasser, Wellen in Luft, Wellen im Licht der Sonne, finden sich gleichermaßen in der Musik.
Auch sind die Bilder so erzeugt, dass in dem einen Moment, den das Bild darstellt, Bewegung gezeigt und dadurch Zeit hinzu gefügt wird.
Die Musik macht das auf andere Art auch, jede/r Ton/Melodie oder Tonfolge interpretiert das Bild - indem bestimmte Aspekte betont werden, in jeder Variation aufs Neue. Zum ersten soll das Bild hell genug sein, sodass der die MusikerIn gut sichtbar ist. Das Bild hat ein Zentrum, das aber nicht in der Mitte angelegt ist, mit Armen oder Strahlen, die nach außen gehen - so die Bewegung des Bildes. Die Bewegung soll die Klänge der Musik aufgehen lassen, und deutet auch auf die Bilder und Struktur des Raumes hin.
Das Bild, in den Raum eingesetzt, entwickelt die Idee eines genaueren Dialogs mit der Musik, den MusikerInnen und dem Publikum.
Die Farbe Rosa/Magenta ist als asiatisches Element konzipiert, und sie kommuniziert auch mit den Farben der Stühle, dem Vorhang. Das Gelb dient ebenso als Bezug zu den asiatischen Farben, der asiatischen Musik, als auch zum Dialog mit dem Licht und Sonnenlicht in dem Raum. Ebenso als Repräsentation des Elementes Sonne.
In ihrem Vortrag zeigt sie ua Softwaredemonstrationen zur Erläuterung des Herstellungsprozesses.

Bärbel Neubauer ist in Klagenfurt, Österreich geboren. Studium Bühnen- und Filmgestaltung an der Hochschule für Angewandte Kunst, Wien. 1987 zog sie nach München. Seit 1980 hat Bärbel Neubauer über 40 Filme gemacht - Animationsfilme, und in den 1980-er Jahren Kurz- und Experimentalfilme. Musik und Filmmusik seit 1991. Sie hat in verschiedenen Formaten gearbeitet: 35mm Film, 70mm IMAX Film, digitales 3 Channel HD Video. Ihre Filme der1990-er Jahre sind direkt auf Film-Animationen, hauptsächlich abstrakt, die sie direkt auf 35mm Filmmaterial gemalt, gestempelt und gekratzt hat. Ab 2000 entwickelte sie digitale "Bewegungsmalerei in Bild und Ton", es entstand unter anderem "Flockenspiel I-IV" in verschiedenen Techniken. 2005 wurde ihr dafür der Frauenkulturpreis für Film und Fernsehen das Landes Kärnten verliehen. Ihre neuen Filme sind "Fractal Cycles", 2010/11, ein weiter, an manchen Stellen fast unendlicher Raum mit naturähnlichen fraktalen 3D "Malereien" und fraktalen Soundscapes und Musik. Und "Water Ambiences", 2011-2013, ein 3 Kanal HD video (das fast fertig ist, und wird/wurde auch so gezeigt), in dem ihre fraktalen "Universen" miteinander in einem neuen, interaktiven Feld kommunzieren . Zur Zeit arbeitet sie an einer Bildserie "Fraktale Rhythmen 1", an Animationsfilm, Musik (audio CD "emdr Klaenge 2" (Arbeitstitel), und Performance/ Choreografie. Ihre Filme wurden an vielen Animations- und Kurzfilmfestivals gezeigt und erhielten internationale Anerkennung. In den letzten Jahren wurden ihre Arbeit auch in Galerien und Museen gezeigt. Werbefilme (im eigenen Stil) sind Absolut Neubauer als Teil des Absolut Panuschka Projekts, und Falter-Spot 7 als Teil der Falter-Spot Serie. Sie gibt Workshops und Kurse an Schulen, Universitäten und Festivals im In- und Ausland. Arbeiten als Jurymitglied für internationale Animations -und Kurzfilmfestivals.

 

Veranstaltungsort:
Stift Viktring
Foyer Freskensaal
Stift-Viktring-Straße 25
9073 Vikting

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